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THE DIRTY NIL - Fuck Art

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Artist THE DIRTY NIL
Title Fuck Art
Homepage THE DIRTY NIL
Label DINE ALONE RECORDS
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Die drei Herren von THE DIRTY NIL, Mr. Luke Bentham (Gesang & Gitarre), Mr. Ross Miller (Bass) und Mr. Kyle Fisher (Drums) sind in der kanadischen Kleinstadt Dundas in der Provinz Ontario zuhause. 2006 begann das Trio bereits an der High School gemeinsam Musik zu machen, 2016 erschien die erste Langrille „Higher Power“, 2018 der Nachfolger „Master Volume“. Unlängst ist ihre dritte Langrille „Fuck Art“ erschienen. Stilistisch sind die Jungs irgendwo zwischen Punk Rock, Power-Pop, Classic Rock, 80er Indie und 90er Alternative, gepaart mit einem Hauch Speed Metal, unterwegs.

Eine Vorstellung von der letztgenannten Zutat bekommt der geneigte Zuhörer bereits mit den ersten Klängen des Openers „Doom Boy“, dessen donnerndes Thrash-Metal-Intro in einer Power-Pop-Hymne mündet. Der nachfolgende Skater-Song „Blunt Force Concussion“ nimmt sich im direkten Vergleich recht zahm aus und auch die CHEAP-TRICK-Hommage „Elvis ‘77“ lässt es entspannt angehen, ehe „Done With Drugs“ druckvoll übernimmt. Der Lovesong „Ride Or Die“ gibt ordentlich Gas und lässt eher an MOTÖRHEAD als an leidenschaftliche Liebesschwüre unter einem Himmel voller Geigen denken. Mit einem coolen Bass und „Hang Yer Moon“ machen THE DIRTY NIL unbeeindruckt weiter, bevor das tiefenentspannte „Damage Control“ mit Mitgrölen einlädt und auf der Zielgeraden die Langäxte von der Leine lässt. Temperamentvoller Collegerock steht in der Folge dank „Hello Jealousy“ auf dem Programm, während „Possession“ ins Stadion lädt und „To The Guy Who Stole My Bike“ einen Gang zurückschaltet. Bleibt noch „One More And The Bill“, das als grungiges Trinklied mit den (sozialen) Medien abrechnet.

THE DIRTY NIL berichten auf ihrem dritten Streich „Fuck Art“ von zerrütteten Beziehungen, gestohlenen Fahrrädern, Idioten im Internet, der Angst vor dem 30.Geburtstag und dem Hören von SLAYER im eigenen Dodge Caravan, um zu kompensieren, dass das Leben mittlerweile hauptsächlich darin besteht, die Tochter zum Fußballtraining zu kutschieren. Von COVID-19 keine Spur? Doch, denn die Aufnahmen in den Union Studios in Toronto waren überschattet von drohenden Grenzschließungen und tatsächlich musste der in Seattle beheimatete Produzent John Goodmanson vor der Zeit in die USA zurückkehren. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade mal Schlagzeug und Bass im Kasten. Weil auch das Studio dichtgemacht werden musste, blieben für die Gitarrenspuren nur noch zwei Tage – was normalerweise ein bis zwei Wochen in Anspruch nimmt. Auf Distanz wurde weiter am Album gearbeitet – inklusive Quarantäne für Bentham und die Produzenten Adam Bentley und Jordan Mitchell, die gemeinsam den Gesang im coronakonform desinfizierten TAPE-Studio im heimischen Hamilton, Ontario einspielten. Entstanden ist die wohl radiotauglichste Platte von THE DIRTY NIL, die mit dem Titel „Fuck Art“ allerdings im prüden Amerika für Unmut sorgen könnten. Insbesondere weil selbst „F*** Art“ immer noch ‚fart‘ also ‚Furz‘ bedeutet.

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