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THE DOGMA - A good Day to die

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Artist THE DOGMA
Title A good Day to die
Homepage THE DOGMA
Label DRAKKAR/ SONYBMG
Leserbewertung
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…und nun folgt der zweite Streich. Nachdem ihr Debüt–Album „Black Roses“(2006) und ihre Tour mit den finnischen Grand Prix-Monstern LORDI ein absoluter Volltreffer war und durchweg gute Kritiken eingeheimst hat, stellen sich die 5 Italiener rund um den charismatischen Frontmann Daniele Santiro den hohen Erwartungen und bringen gut ein Jahr nach dem ersten ihr zweites Werk „A good Day to die“ unters Volk. Nachdem man auf der ersten Scheibe noch recht deutliche Parallelen zu Bands wie EVERGREY heraushören konnte, wird man bei der zweiten Platte sehr positiv überrascht – die Jungs haben sich deutlich weiterentwickelt und nun einen sehr eigenwilligen und eigenständigen Stil entwickelt. Herausgekommen ist ein emotionaler Mix aus Heavy und Progressive Metal – gut abgeschmeckt mit einer Priese Gothic und orchestrierten (Chor-) Elementen – und dieser Mix kann sich wirklich hören lassen!

Nachdem man mit einem kurzen (Klavier-)Intro in die neue Scheibe eingeführt wurde, bekommt man auch gleich – ebenso wie beim Vorgänger – den stärksten Track des Albums zu hören – den Titelsong. Hier bekommt Sänger Daniele bezaubernde weibliche Unterstützung von Lisa Middelhauve – der Sängerin der deutschen Gothic-Metal Band XANDRIA. Die (Duett-) Gesangspassagen der beiden gehen absolut unter die Haut!! Gänsehaut-Metal mit unheimlich viel Atmosphäre!! Dennoch plätschert der Song nicht einfach so vor sich her, sondern besticht durch eine gelungene Mischung aus Gefühl und Power. Der nächste Titel „In the Name of Rock“ (ein weiterer Favorit auf dem Album – Anspieltipp!) macht seinem Namen alle Ehre – denn es gibt hier Rock par excellence – fein abgeschmeckt mit progressiven Passagen á la PAIN, Außerdem gibt es hier einen extrem eingängigen Refrain, der einem im Ohr hängen bleibt und zum Mitsingen einlädt… „In the Name of Rock…“ – es geht schon los… Und es bleibt rockig mit richtig platzierten Gitarrensoli, die jedes Metallerherz höher schlagen lassen, einem eingängigen „Groove“ zum mitwippen – Breaks kommen zum perfekten Zeitpunkt und das Keyboard setzt die richtigen Akzente. Leider sind die Texte an einige Stellen etwas „stumpf“ geraten (ich werde das Gefühl nicht los, dass die Tour mit LORDI da einen zu starken Einfluss hatte..) und können der musikalischen Leistung leider nicht das Wasser reichen. Trotzdem werden sie sehr eindrucks- und gefühlvoll rübergebracht von einem Sänger, der seine Stimme richtig einzusetzen weiß (Wenn man einen gesanglichen „Ausrutscher“ im Song „Feel my Pain“ außen vor lässt… der tut etwas in den Ohren weh.) Bei „She falles on the grave“, „Feel my Pain“, „Bullet my soul“ und „Back from Hell“ finden sich auch Chor-Passagen wieder, die man schon vom ersten Album her kannte. „Angel in Cage“ zeigt noch einmal, wie eindrucksvoll das Zusammenspiel der Stimmen von Gastsängerin Lisa und der von Daniele ist. Diese Komposition ist allerdings vom Text her leider etwas sehr belanglos, musikalisch und vor allem gesangstechnisch aber dennoch ansprechend. Abgerundet wird Ganze durch 2 Balladen – „Autum tears“ ist eine davon. Ein wunderschöner sehr emotionaler Track, der nur mit Klavier und Gesang beginnt, aber an Ende durch ein Gitarrensolo und Schlagzeugeinsatz zu einer recht typischen Rock Ballade wird – leider – denn der Song hätte sich ohne diesen „Höhepunkt“ mehr von der Masse anderer Rock/ Metal Balladen abgehoben – und hätte es auch absolut nicht nötig gehabt, eine 08/15- Rockballade zu werden… Schade, aber trotzdem schöne Klänge mit Gänsehautgarantie. Die zweite Ballade, mit der das Album beendet wird – „Christine closed her eyes“ hat eine sehr traurige Story – sie wurde für einen Fan geschrieben, der Selbstmord begangen hat, da sie unter Depressionen litt. Musikalisch bestehend nur aus Geige und Gesang – Ein wunderbarer Abschluss für ein zumindest musikalisch durchweg gelungenes und sehr ansprechendes Album, das mit 54:10 Minuten Gesamtspielzeit weder zu kurz noch zu lang geraten ist.

Die 5 Italiener können also beruhigt sein – sie haben ein kleines Meisterwerk geschaffen, das den Erwartungen wohl standhalten kann – aber bitte nächstes Mal etwas an den Texten arbeiten!

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