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THE DREAMS - Revolt

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Artist THE DREAMS
Title R
Homepage THE DREAMS
Label FERRYHOUSE
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Sie stammen von den Faroer Inseln und haben nicht nur dieses Eiland, sondern auch Dänemark im Sturm mit ihrem 2008er Debüt-Longplayer „Den Nye By“ erobert. Jetzt werden die vier Jungs von THE DREAMS international und legen mit ihrem englischsprachigen „Revolt“ knackigen Alternative nach, auf den bereits MTV aufmerksam wurde.

Tatsächlich starten die Nordlichter mit ihrem Titeltrack äußerst temperamentvoll und wecken auf diese Weise meine Neugier, die bei der folgenden Dampframme „We Are The Murderers“ nicht enttäuscht wird. „Under The Sun“ bemüht zu Beginn einen Kinderchor und gibt sich insgesamt etwas zahmer, während „Black Sheep“ in den Rock-Schunkel-Modus wechselt. „United We Fall“ klingt für meinen Geschmack ein wenig zu sehr nach Ami-College-Rock – hier hätte es die eine oder andere Kante mehr geben können. Davon will ich bei „Not Sad Forever“ gar nicht sprechen, die Schmacht-Schmusenummer setzt auf einen Himmel voller Geigen und jede Menge Bombast, da haben die Herrschaften wohl vor der eigenen Rotzigkeit, die sie am Anfang unter Beweis stellen, Schiss bekommen. „The Optimist“ setzt auf rockige Massenkompatibilität und auch „Too Late To Cry“ geht kein Risiko ein und lockt stattdessen mit vertrauten Rhythmen auf den Dancefloor. Dort darf der geneigte Hörer auch gleich beim P.I.L-Cover „This Is Not A Lovesong“ verweilen. THE DREAMS haben die Nummer mit ein wenig fiepender Elektronik zur Langaxt aufgemotzt, um beim finalen „Insomnia Suite“ mit treibenden Indie-Schrammelsounds wieder zur Stärke der ersten Songs zurückzufinden.

Im Mittelfeld schwächeln THE DREAMS ein wenig, weil sie schlicht und ergreifend zu sehr darauf schielen, mit ihrer Musik den Mainstream-Nerv zu treffen. Mir gefallen die Faroer-Dänen definitiv besser, wenn sie ihre Mucke nicht glattbügeln und es ordentlich krachen lassen. Gelegentlich habe ich beim Hören an die sieben Landleute von DÚNÉ gedacht, die diesbezüglich die Nase eindeutig vor THE DREAMS haben, aber das Quartett hat definitiv Potenzial!

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