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THE DUKES OF SEPTEMBER - Live at Lincoln Center (DVD)

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Artist THE DUKES OF SEPTEMBER
Title Live at Lincoln Center (DVD)
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Was wäre die Musikwelt ohne die sogenannten „Supergroups“? Kaum tun sich eine Hand voll bekannter Musiker zusammen, schon wird heutzutage von eben jener geredet. Dabei ist es oft genug der Fall, dass sich Stars nur schwerlich unterordnen können und somit früher oder später das Grab ihrer eigenen Supergroup schaufeln. Die Geschichte der Musik ist voll davon. Sei es CREAM, die in ihrem Werken zwar immens erfolgreich waren, dennoch aber 26 Monate nach Gründung schon wieder zerbrachen. Aktuell ist wohl die BLACK COUNTRY COMMUNION ein ähnliches Beispiel. Und hier liegt nun eine DVD vor von einer Band, der man auch den Stempel „Supergroup“ aufgedrückt hat, da die Musiker ja in namhaften Combos wie DOOBIE BROTHERS oder auch der STEVE MILLER BAND gespielt haben. Nur kennen sich die Musiker der DUKES OF SEPTEMBER teilweise seit den Siebziger Jahren, und manche verbindet sogar eine tiefe Freundschaft.

Der hier vorliegende Live-Mitschnitt mit gut 90 Minuten Spielzeit präsentiert die DUKES mit einer Mischung aus eigenen Songs und einigen ausgewählten Coverversionen. Und dabei werden schnell die relevanten Einflüsse deutlich. Nach dem kurzen Intro geht es mit „Who’s that lady“ typisch los. Der Mix aus Funk, Soul, Blues und Jazz spricht eindeutig die Sprache der DUKES. Auch das eine oder andere Solo an der Gitarre passt dabei ins Bild. Ähnliches zeigt sich auch beim folgenden „Sweet soul music“. Mit Bläsern im Hintergrund und weiblichen Backroundsängern, die rhythmisch ihr „Yeah Yeah“ trällern. Irgendwie easy listening, irgendwie entspannt. Und so soll es auch weitergehen. Denn sowohl das ruhige „I keep forgettin’“ als auch das jazzige „Kid charlemagne“, alles wirkt entspannt und lässig. Und genau das ist sowohl das große Plus dieser DVD als auch ihr Kritikpunkt. Denn das gesamte Konzert schwingt und swingt in einer lässigen Atmosphäre, wobei die Musiker dabei recht statisch sind (tatsächlich ist das Dynamischste der Pianist). Das Publikum scheint das aber nicht zu stören, denn es wird nach jeder Darbietung lautstark geklatscht. Die Kamera fängt auch den einen oder anderen Blick in das Oratorium ein und bietet viele schöne Bilder mit ruhigen Kamerafahrten. Bild und Ton sind dabei auf hohem Niveau. So lässt sich das Konzert ganz entspannt schauen.

Es ist ein ruhiges, beinahe zurückhaltendes Stück Live-Musik, das irgendwo zwischen Easy Listening, Jazz, Soul und Blues spielt und mit seiner entspannten Atmosphäre zu gefallen weiß. Eigentlich genau das richtige Stück Musik, um sich bei einem Glas Rotwein zu entspannen und einfach die Musik zu genießen.

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