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THE DURANGO RIOT - Face

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Artist THE DURANGO RIOT
Title Face
Homepage THE DURANGO RIOT
Label LAST BULLET
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

Karlskroga, ländliches Zentralschweden. Zahllose Seen, riesige Wälder. Kiefern und Fichten, dunkelrote Holzhäuser, der nächste Nachbar kilometerweit entfernt. Ein Paradies, wenn man mal einfach zwei oder drei Wochen abschalten möchte. Für den erlebnisdurstigen Jugendlichen, der hier aufwächst, eher die Hölle der Eintönigkeit. Fred Andersson (Gesang & Gitarre), Jacob Martinsson (Gitarre), Hakan Ficks (Bass) und Erik Sjökvist (Drums) waren vermutlich auch einigermaßen gelangweilt von ihrem Heimatort Karlskroga, als sie 2005 beschlossen, THE DURANGO RIOT zu gründen. Seither macht das Quartett straighten Rock skandinavischer Prägung und supportete in der Zwischenzeit SOCIAL DISTORTION und DIE TOTEN HOSEN genauso wie BILLY TALENT, THE OFFSPRING, KRAFTKLUB, DONOTS oder die Landmänner von ROYAL REPUBLIC. Mit „Face“ haben die Jungs jetzt ihr drittes Album in die Plattenläden gebracht und eines wird bereits nach wenigen Gitarrenakkorden klar: Bei den Herrschaften wird weiterhin mit viel Drive gerockt.

Nach dem energiegeladenen Einstand mit dem Titeltrack „Face“, schließt sich „Zac The Salvationist“ mit großem Refrain an, bevor das dreckige „Paranoia’s Rock“ ordentlich Fahrt macht. „Heavy Love“ zeigt eine fast schon poppige Seite der Rocker und erinnert ein wenig an MANDO DIAO – sicher nicht die schlechteste Referenz – zumal THE DURANGO RIOT nicht nur an dieser Stelle allerhand Abwechslungs- und Ideenreichtum beweisen. In diesem Sinne schließt sich auch das fordernde „Is It Enough?“ an, bevor „Marquee Days“ leisere Töne anschlägt und „Ready Are The Headless“ wieder in die Vollen geht. „Killer Buddies“ startet derweil in geheimnisvoller Slow Motion, um am Ende wieder das große Besteck rauszuholen, das auch beim treibenden „Her War Is Mine“ Verwendung findet. Dank „Evil Expressions“ liebäugeln THE DURANGO RIOT abermals mit knackigen Indie-Sounds, ehe „Fuzzy Friends“ erneut die Vorliebe der Kapelle für ungewöhnliche Arrangements unterstreicht. „Full Moon Music“ beendet den Ausflug in die schwedische Einsamkeit schließlich mit ebenso viel Gefühl wie Druck.

Irgendwas muss im hohen Norden im Wasser sein oder in der Luft liegen: Auf jeden Fall verstehen sich die Skandinavier in besonderer Weise auf krachenden Rock, wie ihn auch die Schwedenhäppchen von THE DURANGO RIOT servieren. Bleibt zu hoffen, dass „Face“ den Jungs hilft, endlich aus dem Schatten der Bands zu treten, für die sie bislang den Anheizer gegeben haben. Verdient hätten sie es allemal.

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