Band Filter

THE ETTES - Look At Life Again Soon

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE ETTES
Title Look At Life Again Soon
Homepage THE ETTES
Label KNTRST RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

THE ETTES Overkill in den bundesdeutschen Plattenläden! Gleich zwei Silberlinge hat der flotte Dreier aus Übersee am gleichen Tag veröffentlicht. Offensichtlich hat die Alte Welt Nachholbedarf, was den musikalischen Output der souligen Garagenrocker angeht. Lange ist es noch nicht her, dass THE ETTES gemeinsam mit den KINGS OF LEON durch ausverkaufte Konzertstätten getourt sind, da kehren Coco (Gitarre & Vocals), Poni (Drums) und Jem (Bass) auch schon wieder nach Deutschland zurück, um als Headliner die Songs des Longplayers „Look At Life Again Soon“ und der EP „Danger Is“ vorzustellen.

Albumlänge bedeutet bei den ETTES im Fall ihrer zweiten Full Length „Look At Life Again Soon“ knappe 30 Minuten Spielzeit und fordernde Klänge, die das Trio selbst „Beat Punk“ nennt, wohingegen andere Stimmen von „NANCY SINATRA auf Stereoiden“ sprechen. Auf jeden Fall fangen auch die Songs des Nachfolgers des 2006er Debüts „Shake The Dust“ vortrefflich den ungeschliffenen Charme des 60er-Garagenrocks ein, dem sich die ETTES verschrieben haben. Komplett analog und live auf einer alten Stunder Vierspurmaschine aufgenommen, versprühen die elf Nummern einen herrlich schmutzigen Style, der schon beim treibenden Opener „I Get Mine“ keinen Fuß mehr ruhig stehen lässt. Nach den coolen Bassläufen von „Marathon“, setzt „Chilled Hidebound Hearts“ in Sachen Sixties-Coolness noch eins drauf, bevor „To Arms“ als stoischer Rocker um die Ecke kommt. Das schnelle „Crown of Age“ versteht es auf das Feinste zu lärmen und auch „I Heard Tell” gibt ordentlich Gas, um mit „Two Shakes“ einen Song abzuliefern, der wie für NANCY SINATRA gemacht ist. Nicht minder retro, aber ohne jedes altbackenes Flair präsentiert sich „You Can’t Do That To Me“ mitsamt rhythmusbetonten Drums und einer fetten Mundharmonikaeinlage, um mit dem schrammeligen „Pay Up“ den Punk von der Leine zu lassen. Das schroffe „Girls Are Mad“ weiß ebenfalls voll zu überzeugen und auch ruhigere Tracks wie „Where Your Loyalities Lie“ haben ihren Reiz.

Im Grunde funktionieren alle Songs nach dem gleichen einfachen Schema, aber die drei Protagonisten strahlen so viel Spielfreude aus, dass das Zuhören einfach Spaß macht. Außerdem hat es der Mix aus hämmernder Bassdrum, dunklem Bassgezupfe und wilder Stimme wirklich in sich – wer sagt, dass gute Musik immer kompliziert sein muss?

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

THE ETTES - Weitere Rezensionen

Mehr zu THE ETTES