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THE FLOWER KINGS - Paradox Hotel

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Artist THE FLOWER KINGS
Title Paradox Hotel
Homepage THE FLOWER KINGS
Label INSIDE OUT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wie viele herausragende Alben wollen die Herren Stolt/ Bodin denn noch innerhalb kürzester Zeit raushauen? Seit 12 Jahren erscheinen nun fast regelmäßig jährlich neue Wunderwerke ihrer Hauptband THE FLOWER KINGS, die meisten mit Überlänge oder gar gleich als Doppeldecker. Zudem werkelt man so anscheinend nebenbei noch bei unzähligen Projekten, Soloexkursen und anderen Bands mit. Da fragt man sich so manches Mal, wo die beiden ihre Energie herholen, da jede Veröffentlichung auch noch auf einem enorm hohen Level daherkommt. Faszinierend!

Der Typ (Stolt) arbeitet 14-18 Stunden am Tag und bastelt anscheinend mit unglaublicher Leichtigkeit fantastische Epen wie den monströsen Opener „Monsters & Men“ zusammen, welcher mal eben die 20-Minuten-Schallmauer sprengt! Das ist natürlich nur für Ultra-Proggies geeignet, denen FATES WARNING schon in ihren ruhigen Phasen viel zu metallisch sind. Also eher was für Anhänger episch-ausufernder Klangkonstrukte wie YES oder KING CRIMSON. Allerhand obskure Instrumente wie Querflöte oder Wurlitzer Piano finden in den vielschichtigen Arrangements ebenso Verwendung, wie dezent eingesetzter Frauengesang. Alle Facetten des Floki-Sounds kann man aber eh nicht beschreiben, das muss man sich selber raushören. Und da gibt es auf jedem der insgesamt 18 Tracks eine Menge zu entdecken, meist ruhigeres, aber auch mal straighter intoniertes, wie bei dem Abschluss-Song der 1.CD „End on a High Note“, der auch die 10-Minutengrenze knackt. Mit dem 12-Minüter „Minor Giant Steps“ wird die 2. CD eingeläutet. Insgesamt bekommt man fast 135 (!) Minuten feinsten Prog Rock geboten. SPOCK’S BEARD-Fans werden ihre helle Freude an diesem Tondokument haben! Das schräg instrumentierte „The Unorthodox Dancing Lesson“ kommt dann gar im 13/8-Takt daher, rockt aber ungemein mit seinem gediegenen Groovepart. Aufgenommen wurde dieses komplexe Material innerhalb nur einer Woche! Zudem noch Live eingespielt. Andere Bands brauchen schon ne Woche, um ins Studio einzuziehen… Die Soundtüfteleien und Feinheiten wurden dann 2 Monate lang nachbearbeitet und trotz aller Details ist „Paradox Hotel“ nicht ganz so verspielt geraten, wie vergangene Werke. Was sich für Ottonormalhörer natürlich, äh, paradox anhört. Der Titeltrack ist gediegenerweise mit seinen lediglich 6 Minuten relativ kurz gehalten und erinnert ein wenig an die ebenfalls genialen KING`S X mit seinem Groove!

Textlich geht es um die Menschheit, die eigentlich nur zu Gast ist auf dem Planeten Erde. „Wir checken ein, benutzen die Hausbar, zahlen die Rechnung – nichts ist umsonst – und gehen wieder“ so Stolt. Ein passendes Schlusswort unter eine erneute Fabelreise in die Welt der Herren Stolt/ Bodin.

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