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THE FLYING EYES - Lowlands

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Artist THE FLYING EYES
Title Lowlands
Homepage THE FLYING EYES
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Als die Psych-Rocker THE FLYING EYES 2007 in Baltimore gegründet wurden, waren ihre Mitglieder William Kelly (Gesang), Adam Bufano (Gitarre & Orgel), Mclean Hewitt (Bass) und Elias Schutzman (Drums) gerade mal 18 bzw. 19 Jahre alt. Inzwischen hat der Vierer die dritte Langrille im Kasten und die halbe Welt bereist.

War beim Debüt 2010 noch die Rede von den DOORS, fanden sich ein Jahr später auf „Done So Wrong“ auch DANZIG-Verweise in den Medien. Dies war auch mein spontaner Gedanke, als ich die ersten Akkorde des „Lowlands“-Openers „Long Gone“ zu hören bekam. Deutlich schimmern Rocksounds der Sechziger und Siebziger durch, aber auch staubiger Stoner hat Einzug in den Style der Amis gehalten, die es ebenso beim folgenden „Under Iron Feet“ zu hören gibt. Mit viel Wumms gehen die Herrschaften in die Vollen und irgendwie erwartet man bei diesem Geschepper und Gejaule keine Jungs Mitte 20 sondern gestandene Männer. „Rolling Thunder“ belehrt mit reichlich Gegniedel umgehend eines besseren und dank zauseliger Frisur und ähnlichem Bartwuchs macht das Quartett auch optisch seinen musikalischen Vorbildern alle Ehre. „Smile“ lässt sich ebenfalls nicht lang bitten und gefällt bei reduziertem Tempo mit eindringlichen Psych-Melodien und knarzenden Langäxten, bevor „Alive In Time“ einen weiteren Gang zurückschaltet und mit schnörkellosem Rock punktet, der am Ende noch einmal mit flirrenden Orgelklängen aufgemotzt wird. Auch der Titeltrack „Lowlands“ bleibt eher getragen, weshalb bei den fliegenden Augen jedoch keineswegs am Druck gespart wird. Vielmehr kochen die vier Herren ihre Mucke zu einer schmackhaften, hoch konzentrierten Essenz ein, ehe es mit dem straighten „Eye of The Storm“ wieder nach vorn geht. In der zweiten Hälfte sind die Desert-Rock-Versatzstücke deutlich reduziert worden, stattdessen steht wieder der gute, alte Rock-Stuff der späten Sixites und frühen Seventies auf dem Programm, den man bei „Comfort Machine“ ebenso wie beim finalen „Surrender“ abermals um die Ohren gehauen bekommt.

„Lowlands“ zeichnet ein abwechslungsreicher, knackiger Sound aus, der von einer spielfreudigen Kapelle kredenzt wird. Wer sich davon live ein Bild machen möchte, bekommt von August bis September mehrfach Gelegenheit dazu, denn dann sind THE FLYING EYES auf Europa-Tour und werden auch immer wieder in unseren Gefilden zu Gast sein. Hingehen und vorher schon mal die Platte kaufen!

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