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THE FOG JOGGERS - From Heart To Toe

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Artist THE FOG JOGGERS
Title From Heart To Toe
Homepage THE FOG JOGGERS
Label WELCOME HOME MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Mit Joggern im Nebel hatte ich bisher noch nicht zu tun, wohl aber mit einem Verrückten, der abends um 23.00 Uhr im Schnee an mir vorbei joggte. Übrigens während ich darauf wartete, das die familieninterne Kavallerie kam, um mir den Weg frei zu räumen. Der Schnee lag nämlich so hoch, dass mit dem Auto kein Durchkommen mehr war. Aber das nur am Rande, schließlich geht es hier um die JOG JOGGERS aus Krefeld, die mit „From Heart To Toe“ ihre zweite Langrille präsentieren. Auf dem Zettel hat der Vierer bluesigen Indie-Pop-Rock, der auch den Bierbrauern in Bitburg gefiel, die das Hitpotenzial von „Waiting In The Wings“ des 2011er Debüts „Let’s Call It A Day“ erkannten und werblich einsetzten. Mit dem so gewonnenen finanziellen Polster konnten sich Jan Arne Büttner (Gesang & Gitarre), Christian Peitz (Orgel), Stephan Selbach (Bass) und Neuzugang Dominik van Bebber am Schlagzeug entspannt ins Studio zurückziehen und die elf Stücke aufnehmen, die „From Heart To Toe“ ausmachen.

Den Anfang macht gleich einmal der Titeltrack, mit dem das Quartett gut gelaunt startet. Man findet auch deutliche Worte wie „Middlefinger“, was mit rauem Gesang und blueslastigen Melodien verbunden ist. Derweil verlegt sich „Hold On“ auf verträumte Gitarrenakkorde, bevor „Flying/Falling“ zum ohrwurmtauglichen Kopfnicker avanciert. Die ersten Töne von „Lightning In A Bottle“ erinnern ein wenig an die Hannoveraner FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE, dank der Orgel bekommt die Nummer dann jedoch ein ganz anderes Timbre, in dem auch ein Hauch Wehmut mitschwingt. Mit „The Sky Looks Better Again“ nimmt die Truppe wieder Fahrt auf und auch das vom Schlagwerk dominierte „Six Feet Over“  lässt nichts anbrennen. „Nowhere Near Enough“ verlegt sich derweil auf nachdenkliche Klänge, während „Take Away“ und „The Season“ beschwingt übernehmen. Im Finale drücken THE FOG JOGGERS dann noch einmal auf den Blues-Knopf und servieren mit „Head In The Clouds“ knackige Sounds.

Dass die Herrschaften beim Songwriting und den Aufnahmen zu „From Heart To Toe“ in der Tat vom Herzen bis in die Zehenspitzen motiviert waren, hört man den Liedern zweifellos an. Es hat ihnen auch gut getan, dass in den ?-Studios in Düsseldorf live, analog und hektikbefreit gearbeitet wurde. Das Ergebnis sind elf erdige und eingängige Songs mit Melodie und Seele, die eindeutig auf die Bühne gehören.

 

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