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THE FRANKLIN ELECTRIC - Blue Ceilings

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Artist THE FRANKLIN ELECTRIC
Title Blue Ceilings
Homepage THE FRANKLIN ELECTRIC
Label R.D.S.
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Ich war noch nie in Kanada, aber ich verbinde mit diesem Land immer eine immense ländliche Weite (was möglicherweise daran liegt, dass mein Vater, ein total erdverwachsener Landwirt oft davon fantasierte, dort irgendwann einmal ein riesiges Weizenfeld abzuernten), die musikalisch unbedingt mit Folk einhergeht. Nun kommen THE FRANKLIN ELECTRIC aus Montreal, einer Millionenstadt im französischen Teil Kanadas. Es ist deshalb ziemlich wahrscheinlich, dass Jon Matte, Martin Desrosby, Kevin Warren und Ken Pressé mit der Landwirtschaft absolut nichts am Hut haben, aber Folk ist definitiv ihr Ding!

Und zwar in einer Alt-Folk-Pop-Darreichungsform, die sie seit 2012 praktizieren. „Blue Ceilings“ ist dabei das zweite Album des Vierers, das mit „I Know The Feeling“ absolut vielversprechend startet. Emotionsgeladen zieht die beschwingte Nummer den Hörer in ihren Bann, ehe das nachfolgende „Someone Just Like You“ zunächst verhalten beginnt, um alsbald rhythmusbetont nach vorn zu drängen. „Burning Flame“ wird derweil von einer gewissen Schwermut geprägt, die mit einem Piano koaliert, bevor „Save Yourself“ hochemotional zu Herzen und ins Ohr geht. Vermutlich kann Mastermind und Multiinstrumentalist Jon Matte singen was er will, in seiner ausdrucksstarken Stimme schwingt immer jede Menge Gefühl mit. So auch beim schwungvollen „All Along“ und erst recht bei der fragilen Ballade „Walk With You“ und dem dräuenden Akustikgitarren-Track „So Far“. Dank „Restistance“ und „It’s Taking You“ geht’s mit großem Besteck und hörbarer Zuversicht weiter, während „Can I Get It Back“ zu den poppigsten Stücken der Platte zählt und der Titeltrack „Blue Ceilings“ für das instrumentale Klavier-Outro sorgt.

THE FRANKLIN ELECTRIC haben mit „Blue Ceilings“ elf Songs mit folkigen Arrangements, poppigen Momenten und temperamentvollen Gitarren geschaffen, die in jeder Sekunde opulente Emotionen rüberbringen ohne dabei abgeschmackt daherzukommen. Das Versprechen, dass der Opener „I Know The Feeling“ gegeben hat, haben auch die übrigen Lieder gehalten, wodurch gut 40 Minuten Spielzeit wie im Flug und trotz aller Melancholie leichtfüßig vergangen sind.

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