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THE FRATELLIS - Half Drunk Under a Full Moon

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Artist THE FRATELLIS
Title Half Drunk Under a Full Moon
Homepage THE FRATELLIS
Label COOKING VINYL
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Zu den FRATELLIS zählen Jon (Gesang & Gitarre), Mince (Gesang & Schlagzeug) und Barry Fratelli. Nun ist es aber keinesfalls so, dass die Mitglieder der 2005 gegründeten Indie-Kapelle tatsächlich Brüder sind. Vielmehr hat sich das Trio den Geburtsnamen der Mutter des Bassisten Barry Wallace zu eigen gemacht und neben dem Band- gleich auch noch Künstlernamen verteilt. Was nicht ganz unpassend ist, da das italienische Wort ‚Fratelli‘ Brüder bedeutet. Wie es in den besten Familien vorkommt, brauchten die Jungs 2009 eine Auszeit von ihrem unermüdlichen Leben on the road und so trennte man sich, fand jedoch 2012 wieder zusammen. Inzwischen steht Album No. 6 in den Plattenläden und konnte in der schottischen Heimat einen respektablen #3 erreichen. In UK chartete „Half Drunk Under a Full Moon“ immerhin auf Position 12, während die Glasgower hierzulande mit ihrem neuen Silberling in den Top 100 nicht vorkommen.

Vielleicht liegt es daran, dass den zehn Songs mit ihren Singalongs, Bläsern und Streichern am besten live wirken dürften. Mit dem eröffnenden Titeltrack „Half Drunk Under a Full Moon“ erwarten den geneigten Hörer Melodien, die auch zu einer Neuverfilmung von „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ passen könnten und in der Tat kommt in dem extravaganten Lied immerhin Cinderella vor. Souliger Pop steht derweil mit dem nachfolgenden „Need a Little Love“ auf dem Programm, bevor zu „Lay Your Body Down“ gemeinsam geschunkelt und gegrölt werden kann und „The Last Songbird“ auf den Indie-Pop-Dancefloor bittet. Ein gerüttelt Maß Pathos kommt dank „Strangers In The Street“ ins Spiel, ehe „Living In The Dark“ beschwingt übernimmt. Zum entschleunigten „Action Replay“ könnte die besagte Mutter bereits in den Sixites ihre Schieber-Runden beim samstäglichen Tanzvergnügen gemacht haben und auch das temperamentvolle „Six Days in June“ und das schwungvolle „Oh Roxy“ atmen dem Spirit dieses Jahrzehnts. Am Ende wird es mit „Hello Stranger“ noch mal recht gefühlvoll und auch der Retro-Faktor ist hier nicht zu unterschätzen.

Mit „Chelsea Dagger“ haben THE FRATELLIS 2006 eine wahre Fußball- und Party-Hymne geschrieben. Von dieser Art Musik ist auf „Half Drunk Under a Full Moon“ nicht mehr viel vorhanden. Stattdessen scheinen Jon Lawler, Gordon McRory und Barry Wallace in den Soul- und Pop-Alben ihrer Oldies gestöbert und sich hier reichlich Inspiration geholt zu haben. So poppig hat man die Schotten zweifellos noch nicht erlebt, aber irgendwie nimmt man ihnen auch diesen Sound ab. Mein Anspieltipp: „Lay Your Body Down“.

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