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THE GASLIGHT ANTHEM - American Slang

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE GASLIGHT ANTHEM
Title American Slang
Homepage THE GASLIGHT ANTHEM
Label SIDE ONE DUMMY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.3/10 (4 Bewertungen)

Mit dem Vorgänger „The ’59 Sound“ konnten die GASLIGHT ANTHEMs einen geradezu Kometenhaften Aufstieg feiern im Kreise der Indie/ Punk Rock affinen Gemeinde. Und auch meiner einer, dem Genre nicht gerade hemmungslos verfallen, ließ sich mitreißen von der puren Energie, die Brian Fallon und Co. live und auf Konserve ausstrahlen. Hier wird Musik noch gelebt, gearbeitet, aus jeder Pore geschwitzt. Ehrlich nennt das der Kritiker zuweilen. Würde der Vierer seine Erfolgsgeschichte 2010 fortsetzen können? Ohne Überraschungseffekt und mit hohen Erwartungen als Bürde?

Nun ja, 34 Minuten deuten auf eine flott runtergeholzte Platte hin, was aber im Endeffekt nicht der Fall ist. Nur selten herrscht noch diese geradlinige Geschwindigkeit vor, welche besonders in der ersten Hälfte des 59er Sounds für Begeisterung sorgte. „Orphans“ an Stelle 6 sei hier exemplarisch genannt. Der eingängige Opener/ Titeltrack bezieht seinen Drive eher aus den geradezu trotzig verdroschenen Fellen, Herr Horowitz bearbeitet sein Instrument in diesen Momenten mit stoischem Gleichmut. Dazu ist natürlich Fallons sehr SPRINGSTEENige Stimme das große Plus der Amis. Authentisch erzählt er von den Sorgen und Nöten der amerikanischen Unterschicht, von den Träumen der kleinen Serviererin und des Karohemden tragenden Malochers. Die hin und wieder leicht CUREske Bassarbeit des Zweitwerks ist leider ganz verloren gegangen, dafür gibt es jetzt luftige Groover wie „The Diamond Church Street Choir“, die einmal mehr für Fahrten mit offenem Verdeck taugen. Hier wartet Brian auch mal mit interessanten Stimmfärbungen auf. Mein persönliches Highlight ist allerdings das simpel betitelte „Boxer“ geworden, das mit sehr schönen Gitarrenleads aufwartet.

Also alles im Lot bei TGA? Die Seele ist da, Selbstbewusstsein auch, ein gewisser künstlerischer Wagemut ist hinzugekommen, doch kann man nicht ganz die Frische und den Drive von 2008 ins neue Jahrzehnt hinüber retten. Nichtsdestotrotz natürlich immer noch eine sehr feine Sommerscheibe im Viereck von Rock, Indie, Punk und Alternative. Americana at its best.

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