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THE GATHERING - Downfall

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Artist THE GATHERING
Title Downfall
Homepage THE GATHERING
Label VIC RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Ebenfalls auf dem auferstandenen Label Vic Records erscheint diese opulente Zusammenstellung uralter THE GATHERING-Songs, sozusagen, als die Band (Metal-mässig) noch relevant war und nicht in poppigen Säuselgefilden rumlangweilte. Satte 27 Songs gibt es zu hören in gut zweieinhalb Stunden! Und zwar aus der Anfangszeit der Combo, also zwischen 1989 und 1993! Sämtliche damaligen Demo/ EP/ Promo/ Rehearsalsongs wurden soundtechnisch von Mike Wead (KING DIAMOND/ MERCYFUL FATE) überarbeitet, dazu gesellen sich rare Liveaufnahmen und die kultige Pre-Production von ihrem zweiten Album „Almost a Dance“, noch mit Bart Smits am Mikro! 7 bisher gänzlich unveröffentlichte Tracks gibt es gar zu bewundern. Für Fans also Value-for-Money.

Der atmosphärische Düster Metal der Anfangszeit ist was für Freunde früher ANATHEMA, OPETH, MY DYING BRIDE oder ähnlicher Kapellen. Vor allem härteres wie „Passage to Desire“ – mit deathigen Growls versehen – fand in der späteren Inkarnation der Band mit Anneke an den Vocals gar nicht mehr statt. Der melancholische Hang der Kompositionen war allerdings schon zu Beginn deutlich spürbar. Ebenso ein nicht zu leugnender Einfluss aus der schwarzen Gruftszene. Was der Combo einen relativ einzigartigen Sound bescherte und sich auch heute noch schwer mit anderen Bands vergleichen lässt. Schwere Death Metal-Riffs prallen auf luftige SUMMONING-like Keyboards, was einen verzückenden Mix ergibt. Zum schwelgen wohlgemerkt, nicht zum abhotten! Death Doomer sind selig bei ollen Kamellen wie „In Sickness and Health“ oder „Gaya’s Dream“. Dass die Band auch mal schneller musizieren konnte, beweist man in dem mit unmöglichen Keyboard-fiepern versehenen „Second Sunrise“ oder „Six Dead, Three to Go“. Das erinnert irgendwie an die ganz frühen PYOGENESIS, die dann ja einen ähnlichen Weg Richtung unwichtige Schrammelmucke gingen. Das ist natürlich nur was für beinharte Fans der Truppe oder für Musikhistoriker, zumal natürlich besonders der Sound der alten Demotakes trotz Aufpeppung abenteuerlich ist. Auf „Another Day“ und „Share the Wisdom“ wird gar richtig Speed/ Thrash Metallisch getrümmert, das mögen heutige Fans der Band kaum glauben können… hört’s Euch an! Natürlich sehr roh und ungeschliffen, aber authentisch.

CD 2 beginnt man mit einem geilen Cover von „Dethroned Emperor“(CELTIC FROST)! Wohl undenkbar, das heute noch mal von den Herren zu vernehmen. Etliche Tracks überschneiden sich mit der ersten Disc, klingen aber anders logischerweise in Live- bzw. Promoversionen. So ist der Titelgebende Track „Downfall“ gleich dreimal vertreten insgesamt, ebenso „Second Sunrise“. Macht aber nix, denn Geschichtshistorisch ist diese Ansammlung frühster Doom/ Death-Kunst essenziell! Trotzdem nur für beinharte Sammler, alle anderen sollten sich zuerst die beiden außergewöhnlichen Erstlingswerke zulegen („Always“ und „Almost a Dance“)!

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