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THE GATHERING - The West Pole

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Artist THE GATHERING
Title The West Pole
Homepage THE GATHERING
Label PSYCHONAUT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Es war ein Schock für alle THE GATHERING-Fans, als am 5. Juni 2007 die langjährige Sängerin Anneke van Giersbergen bekannt gab, dass sie bei der Niederländischen Ausnahmeband aussteigen werde. Eine der wandelbarsten Kapellen unsere Zeit schien vor dem Aus zu stehen. Im Laufe der Band-Historie hatte es schon öfter Wechsel am Mikrofon gegeben. Aber noch nie war die Sängerin in solchem Umfang das Aushängeschild der Band. Weiß jemand, wie der Rest der Band aussieht? Ich nicht… Mit ihrem Auftritt am 4. August 2007 beim Ankkarock-Festival endete die Zusammenarbeit. Doch an Aufgeben dachte niemand. So machte man sich auf die Suche nach einer neuen Vokalistin. Gleichzeitig begannen die Aufnahmen zum nächsten Album. Mit verschiedenen Sängerinnen wurden Songs produziert und sogar die Möglichkeit eines Instrumentalalbums stand im Raum. Doch man wurde fündig. Am 12. März 2009 wurde die Norwegerin Silje Wergeland vorgestellt. Recht spät, wenn man bedenkt, dass keine zwei Monate später das neue Album „The West Pole“ erscheinen sollte.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum wir bei „Capital Of Nowhere“ und „Pale Traces“ die Stimmen von Anne van den Hoogan bzw. Marcela Bovio (STREAM OF PASSION) zu hören bekommen. Auch sie machen ihre Arbeit gut, doch richten wir unser Ohr auf Silje. Etwas Geduld muss der Hörer mitbringen, denn bevor wir ihr Stimme vernehmen dürfen, jagen THE GATHERING uns ein Instrumental als Opener um die Ohren. Man merkt sofort, dass Natürlichkeit hier und heute groß geschrieben wird. Die Gitarren klingen echt und nicht durch billige Effekte glatt gebügelt. Als dann beim folgenden „Treasure“ Siljes Stimme ertönt, kann sich der geneigte Fan freuen – denn es passt! Gefühlvoll, authentisch und ergreifend schön, präsentieren sich unsere Nachbarn auf ihrem neuen Werk. Während sich der erste Teil noch in rockigeren Gefilden aufhält, geht man im Mittelteil auf die ruhige Seite über. Vor allem der Titeltrack „No West Pole“ ist ein Traum. Zart und feinfüllig verbindet sich Siljes Stimme mit der lieblichen und atmosphärischen Instrumentierung. Wenngleich es bei „Capital Of Nowhere“ wieder etwas rockiger zugeht, bestimmen ruhige Töne das Album. Tieftraurig wird es bei „You Promised Me A Synphony“. Wer da nicht schon beim ersten Hören einen Klos im Hals hat, kann keine Gefühle haben. Einfach zauberhaft. Zum Abschluss geht es wieder etwas ruppiger zu. Mit „No One Spoke“ und „A Constant Run“ gibt noch zwei rockigere Stücke zu hören, die sich (wie so viele andere) schnell im Kopf festsetzen und sich erst nach einem Arztbesuch operativ entfernen lassen.

Obwohl das Artwork Kopf steht, Fans der Truppe müssen keine Angst haben. THE GATHERING bleiben THE GATHERING. Mit „The West Pole“ haben sie ein exzellentes Album am Start. Zwar werden Fans Anneke nicht so schnell vergessen, aber „The West Pole“ und Silje helfen ihnen dabei. Selbst die beiden „fremd gesungenen“ Stücke sind überdurchschnittlich gut, so dass ich keinen einzigen Ausfall finden kann. Starkes Album und der Beginn einer hoffentlich rosigen Zukunft!

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