Band Filter

Request did not return a valid result

THE GLAM - Escapism

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE GLAM
Title Escapism
Homepage THE GLAM
Label PIAS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Ein Kronleuchter auf dem Cover und dann der Name THE GLAM, ob ich da nach meiner Federboa suchen muss? Brauche ich nicht. Zwar gehören T.REX oder DAVID BOWIE sicher zu den Inspirationsquellen des Trios, ihr Sound ist aber als grobe Marschrichtung eher zwischen PLACEBO, U2 und COLDPLAY anzusiedeln. Dass die Hamburger Jungs dabei mit Julien an den Drums, Phil am Bass und singendem Gitarristen Frederic mit der denkbar kleinsten Rockeinheit am Start sind, hört man dem Ergebnis zu keinem Zeitpunkt an.

„Escapism“, so lautet der Titel ihres Debütalbums, das so gar nicht nach Erstlingswerk klingt.
Dafür ist der Sound der 9 Titel plus In- und Outro einfach enorm ausgereift und von gleichbleibend hoher Qualität. Neben der überzeugenden Instrumentalarbeit hat vor allen Dingen Frederics variable Stimme einen großen Anteil am stimmigen Endprodukt. Für „Well-lighted places“ und der ersten Single „All the universe“ vereinen sich epische Gitarrenwände wundervoll mit seinem leicht weinerlichen Knatsch, so dass auch Anhänger nordischer Melancholie und Romantik hier auf ihre Kosten kommen sollten. Weiter geht es mit „Join the spectres“, einem THE-Band typischen 2/4-Takt-Stampfer, den ich in Unkenntnis schnell mal MANDO DIAO zugeordnet hätte. Das an Nr. 8 positionierte „Rome is calling“ schlägt in etwa die gleiche Kerbe. „Walking ghost“ nistet sich mit eingängiger, schöner Melodie und wunderbarer Erhabenheit direkt in den Gehörgängen ein und war sofort einer meiner weiteren Single-Kandidat, das sahen THE GLAM genauso. Für „This week at war“ schwingt sich Frederic dann mühelos in Eierbeisser-Regionen auf, weshalb sich wohl bei mir die Eingangs erwähnte Schublade COLDPLAY öffnete. Ein weiteres Highlight offenbart sich mit „Moonlight miles“, okay, recht offensichtlich U2-inspiriert, aber hier stimmt einfach der Flow. Zum Ende wird es mit „White noise“ und „Flaming splendour“ noch mal gefühliger, tiefgründiger, bombastischer ohne das die Chose ins Peinliche oder zu Betroffene abzurutschen droht.

Ein Album von großer Hitdichte, prall gefüllt mit gediegenen, hymnischen und schwelgerischen Melodien, die gut in die Fußstapfen passen, die oben genannte Referenzen bereits in der Musiklandschaft hinterlassen haben. Könnte mal ganz groß werden!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu THE GLAM