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THE GOOD LIFE - Everybody’s Coming Down

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Artist THE GOOD LIFE
Title Everybody’s Coming Down
Homepage THE GOOD LIFE
Label SADDLE CREEK
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Acht Jahre lang haben THE GOOD LIFE aus Omaha/ Nebraska nichts von sich hören lassen, jetzt melden sich die Indie-Rocker, die sich nach dem Slogan ihres Heimatstaates benannt haben, mit „Everybody’s Coming Down“ zurück und man darf feststellen, dass der umtriebige Mr. Kasher mit THE GOOD LIFE näher an seine Solo-Werke und seine lärmig-progressive Band CURSIVE herangerückt ist.

Ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist sicherlich eine Frage der Perspektive, wenngleich die Anhänger eher folkiger Klänge nach der ersten halben Minute womöglich verschreckt aufgehorcht haben, denn zu diesem Zeitpunkt war der Opener „7 In The Morning“ bereits Geschichte und abgelöst worden von der schrammeligen Single „Everybody“, die problemlos Teil der CURSIVE-Diskografie sein könnte. „The Troubardour’s Green Room“ liefert dann doch noch die schwelgerischen Melodien, die man gemeinhin mit THE GOOD LIFE in Verbindung bringt, während das spröde „Holy Shit“ ähnlich wie das verquere „Flotsam Locked Into A Groove“ erneut stärker auf Krawall gebürstet ist. Mit viel Tempo und verzerrten Gitarren übernimmt das aufgeräumte „Forever Coming Down“, ehe „Happy Hour“ die Geschwindigkeit drosselt und stattdessen verstärkt mit den Instrumenten experimentiert. Langsam mäandert auch „Diving Bell“ dahin – diesmal mit gemischt geschlechtlichen Gesang, bevor der „Skeleton Song“ allmählich eine psychedelische Färbung annimmt und Bassistin Stefanie Drootin-Senseney beim elegischen „How Small We Are“ abermals am Mikro agiert. Ein wenig überfallartig erklingt derweil das sich anschließende „Ad Nausea“, bei dem die treibenden Melodien mit einer gehörigen Portion Krach verbrämt werden. Am Ende knüpft Tim Kasher mit dem versöhnlichen „Midnight Is Upon Us“ noch mal dort an, wo er mit „7 In The Morning“ kurzfristig begonnen hatte.

Ein bisschen wirkt „Everybody’s Coming Down“, als habe sich Mastermind Kasher in seinen diversen Projekten verzettelt und haue jetzt einfach mal alles unter der Überschrift THE GOOD LIFE raus. Alle seine Fans wird er damit wohl eher nicht erreichen, insgesamt macht die Platte auf diese Weise auch einfach einen zu konfusen und unausgereiften Eindruck. Schade eigentlich, denn dass er es besser kann, hat er in der Vergangenheit mit „Black Out“ (2002) und „Album of The Year“ aus 2004 bewiesen.

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