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THE HELIO SEQUENCE - s/t

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Artist THE HELIO SEQUENCE
Title s/t
Homepage THE HELIO SEQUENCE
Label SUB POP
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Bei selbstbetitelten Alben hat man es ja häufig mit dem Debüt einer Band zu tun. Anders im Fall von Brandon Summers (Gitarre & Gesang) und Benjamin Weikel (Drums & Keyboards) aus Portland. Die haben sich schon 2006 zusammengetan und der aktuelle Silberling ist bereits die sechste Veröffentlichung der Indie-Rocker. Nachdem das 2012er „Negotiations“ auf eine lang andauernde, sehr introspektive Art entstanden ist, entschied sich das Duo für sein jüngstes Baby dafür, einen offenen und direkten Prozess auszuprobieren. Das Ergebnis sind zehn Songs, die in bewährter Weise eingängig und gleichzeitig weit weg von jeder Beliebigkeit sind.

Begonnen hat alles mit dem „The 20-Song Game“. Hierfür trafen sich verschiedene Songwriter zu vereinbarten Zeiten in ihren Studios in Portland und nahmen 20 Songs auf. Im Anschluss gab’s eine Party und die musikalischen Ergebnisse wurden auf Herz und Nieren untersucht. Dadurch inspiriert, schrieben die beiden im Mai 2014 insgesamt 26 Songs, schickten die Aufnahmen an 31 Freunde, Fans und Familienmitglieder, die dann wiederum ihre Top 10 wählen durften. Noch ein bisschen Feintuning und die Tracklist für „The Helio Sequence“ stand. Die erste Single „Stoic Resemblance“ empfing den Hörer bereits vorab mit betörendem Pop, der die sich mit existenziellen Ängsten beschäftigen Lyrics zu entschärfen wusste. Ähnlich bezaubernd dringen beispielsweise auch die Piano-Klänge und Schlagzeug-Rhythmen von „Upward Mobility“ ans Ohr, bevor das bittersüße „Leave Or Be Yours“, ebenso leise wie schwermütige Töne anschlägt. Im Anschluss übernehmen mit „Deuces“ flirrende Gitarren mit verschwurbelten Harmoniebögen, bevor das reduzierte Singalong von „Inconsequential Ties“ für beschwingte Momente sorgt.

Für Summers und Weikel ist der neue Longplayer nach eigenem Bekunden so etwas wie ein erneuter kreativer Schub. Deshalb wurde auch der Bandname als Albumtitel gewählt. Irgendwie sind die zehn Songs eben auch ein Neuanfang, wenngleich stilistisch nichts geschaffen wurde, was man ihn ähnlicher Form nicht schon von den beiden Musikern gekannt hätte. Es sind weiterhin die tiefgründigen Lieder, die gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit versprühen, die den Charme von THE HELIO SEQUENCE ausmachen. Aber die Herangehensweise ans Songwriting war eben gänzlich anders, jedoch hörbar goldrichtig.

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