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THE HIGHBROW - Pelican Sounds

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE HIGHBROW
Title Pelican Sounds
Label ELITE RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Vor kurzem wollte mein 3-jähriger Neffe von mir wissen, welche Geräusche ein Zebra macht. Tja, das Tantchen musste passen. Ähnlich wäre es mir ergangen, wenn er nach den Lauten eines Pelikans gefragt hätte. Ich hätte ihm sagen können, dass ich mich mit einem Pelikan-Füller in Schönschrift geübt habe, aber welche Laute gibt dieser Vogel von sich? Wahrscheinlich hätte ich ihn an THE HIGHBROW aus Heidelberg verweisen müssen. Die haben schließlich gerade ihren jüngsten Silberling „Pelican Sounds“ genannt und sollten zumindest eine Ahnung haben…

Obwohl, Vogelgeräusche gibt es in keiner Art und Weise bei den vier Jungs zu hören. Stattdessen präsentieren sie Postpunk voller Weltschmerz, Soul und Lakonismus. Eröffnet wird der Sechs-Tracker mit dem getragenen, aber eingängigen „Another Honest Man“, bevor das nachfolgende „From Here On Out“ den Bass hämmern lässt und die Gitarre geschmeidige Riffs zum wummernden Disco-Beat abfeuert. „Peliphone“ serviert mitsamt wildem Georgel ein Trennungsszenario als funky Garagennummer, während „All That Life“ es zunächst einmal etwas ruhiger angehen lässt. Mit „If I Was“ bleiben die Herrschaften im Midtempo und werfen erneut den Riemen auf die Orgel, um schließlich mit dem finalen „Closer To You“ noch mal in die Vollen zu gehen und den Indie-Dancefloor zu stürmen.

Insbesondere am Ende von „Pelican Sounds“ erinnern mich THE HIGHBROW durchaus an JOY DIVISION oder die DEAD KENNEDYS. Zwischendrin blitzt auch mal ein bisschen THE HIVES oder THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY durch. Insgesamt 22 durchaus kurzweilige Minuten, bei denen lediglich der Gesang gelegentlich etwas gewöhnungsbedürftig ist. Vielleicht hat da jemand aber auch einfach zu sehr versucht, wie ein Pelikan zu klingen. Wer weiß das schon?

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