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THE HOLY - Mono Freeedom

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Artist THE HOLY
Title Mono Freeedom
Homepage THE HOLY
Label PLAYGROUND MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Bei THE HOLY handelt es sich um eine finnische Band, die mit „Mono Freedom“ ihren zweiten Longplayer veröffentlicht. Der Fünfer aus Helsinki ordnet sich selbst irgendwo zwischen Neo-Krautrock und vielschichtigem Alt-Rock ein. Klar ist, dass dem Konzeptalbum große Melodien und teilweise orchestralen Klänge angediehen werden.

Worum geht es auf „Mono Freedom“? Die Platte behandelt eine fiktive Geschichte über die Übernahme der Erde durch Mutter Natur und darüber, wie die letzten Menschen ihre Sachen packen, eine Rakete bauen und zum nächsten schwarzen Loch fliegen – wohl wissend, dass es da draußen vermutlich nichts gibt, es jedoch gleichzeitig die einzige Chance für den Homo sapiens ist. Klingt nach schwerer, dystopischer Kost, was aber der Musik von THE HOLY in keiner Weise gerecht wird. Die neun Songs versprühen eine positive Ausstrahlung, die bereits beim sehnsüchtigen Opener, dem vorab veröffentlichten „No Trial In The Dark“, deutlich wird. Diesen Eindruck verstärkt auch die zweite Auskopplung „Twilight of The Idiots“, ehe die dritte Single „The Rocket Song“, Druck macht und das große Orchester in den Mittelpunkt rückt. „I Don’t Know“ heißt es in der Folge mit verspielt-knackigen Melodien, während „Love Is Just A Word That We Use“ leisere, sentimentalere Töne anschlägt. Der „Ageing Boxer“ tänzelt derweil rhythmusbetont in die Gehörgänge, bevor „Swim“ zum opulenten Emo-Besteck greift und „Dada Love“ auf den Dancefloor lockt. Bleibt noch das finale „Museum of Modern Hearts“, mit dem sich THE HOLY eindringlich ins Nichts verabschieden.

Vor zwei Jahren hat das 2014 gegründete Quintett sein Langspiel-Debüt „Daughter“ in die Plattenläden gebracht. Den Erstling kenne ich nicht, allerdings hat er Eetu Henrik Iivari (Gesang & Gitarre), Laura Kangasniemi (Bass), Pyry Peltonen (Bass), Mikko Maijala (Drums), Eero Jääskeläinen (Drums) immerhin eine Nominierung beim Musikpreis EMMA eingebracht. „Mono Freedom“ empfiehlt sich derweil mit fluffigen Melodien, die man bei eher als depressiv geltenden Finnen vielleicht nicht unbedingt vermutet hätte. Aber die Kollegen von SUNRISE AVENUE zeichnen sich ja auch nicht durch permanente Schwermut aus und an diese finnische Kapelle musste ich beim Hören des zweiten THE-HOLY-Streichs schon das eine oder andere Mal denken.

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