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THE HOOSIERS - The Trick to Life

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Artist THE HOOSIERS
Title The Trick to Life
Homepage THE HOOSIERS
Label SONYBMG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Egal welche angesagte Lifestyle-Gazette man diese Tage aufschlägt, alle berichten von THE HOOSIERS, die es mit ihrem Debüt „The Trick to Life“ aus dem Stand auf Platz 1 der britischen Charts geschafft haben, trotz konkurrierender Neueinsteiger wie SANTANA oder DAVE GAHAN oder den bereits platzierten Stereophonics. Allein die Verwurstung der Single „Goodbye Mr A“ für das Videospiel „Fifa 08“ kann es nicht gewesen sein, also mal neugierig reingehört, was hier den Hype wohl auslöst. Doch alle passionierten Morgenmuffel werden mir Recht geben, dass es nichts Schlimmeres gibt, als wenn ein gutgelaunter agiler Mensch den Raum betritt, Roll-Laden und Fenster öffnet und einem in einen Rutsch die wärmende Decke wegzieht. Und so geht es mir zunächst auch mit den HOOSIERS. Soviel enthusiastische Fröhlichkeit ist nur schwer zu ertragen, da kann ich mich ja gleich von MIKA wecken lassen. Zur Krönung bekomme ich die Scheibe dann auch noch in der quietschgelben Variante kredenzt (es gibt auch noch eine rote, blaue und grüne Ausgabe), wenn das mal nicht albern macht. Doch das ist hier bitter nötig, denn Gitarrist und Sänger Irwin Sparkes, Drummer Alfonso Sharlando und Bassist Martin Skarendahl sind fürwahr auch drei schräge Vögel und bezeichnen ihren Musikstil denn auch als „Odd-Pop“.

11 Mal wird schamlos in der Popgeschichte rumgewildert, und heraus kommt dann zum Beispiel eine 2008er Variante vom CUREschen „Lovecats“, das hier auf den Namen „Cops and robbers“ hört, Garagenrock inspirierte Upbeat-Mucke a la MANDO DIAO mit überdrehtem Falsett-Gesang („Worst case scenario“), der bei den etwas getrageneren Songs „Run rabbit run“ und „A sadness runs through him“ fast KATE BUSH nacheifert. Das schon erwähnte „Goodbye Mr. A“ ist auf jeden Fall ein mit feinen Hooklines ausgestatteter Muntermacher. Und siehe da, mit „Clinging on for life“ einer gefühligen Gitarrenballade kriegen die Jungs sogar mich, obwohl ich bis zum Ende skeptisch bleibe, ob nicht doch noch irgendwo der Hampelmann aus der Box gesprungen kommt. Doch der zweite Teil der Scheibe präsentiert sich mit „Everything goes dark“ und „Killer“ weit weniger angetütert als der erste (oder hat man sich an den Quirky-Style gewöhnt?) und irgendwie überlebe ich beim Titeltrack sogar die Eierbeisser-Attacken von Irwin schon recht schmerzfrei. „Money to be made“ setzt dann auf ruhige, aber dennoch orchestral überschwängliche Art den Schlusspunkt unter dieses Kaleidoskop der Skurillitäten.

Partybremsen, Kaltblüter und kontrollierte Kopfmenschen werden hier kein neues Mekka finden, trotzdem muss man zweifelsohne anerkennen, dass THE HOOSIERS gleichsam unbefangen wie ungeniert eine bunte Rappelkiste präsentieren, die man durchaus als geniales Pop-Album bezeichnen kann. Ich musste auch erst zu meinem Glück gezwungen werden…

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