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THE HORRIBLE CROWES - Elsie

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Artist THE HORRIBLE CROWES
Title Elsie
Homepage THE HORRIBLE CROWES
Label SIDE ONE DUMMY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Wenn jemand nicht ausgelastet ist, dann scheint dies wohl Brian Fallon zu sein. Der sympathische GASLIGHT ANTHEM-Fronter hatte offensichtlich nach dem 2010er Album „American Slang“ noch freie Kapazitäten und sich kurzerhand Chuck Ragans REVIVAL TOUR angeschlossen. Neben dem HOT-WATER-MUSIC-Sänger und Gitarristen sind hier noch Dan Andriano vom ALKALINE TRIO und Dave Hause von THE LOVED ONES vertreten und gemeinsam wird man im Oktober auch durch bundesdeutsche Clubs touren. Damit nicht genug, hat sich Brian außerdem noch seinen langjährigen Kumpel Ian Perkins geschnappt und THE HORRIBLE CROWES aus der Taufe gehoben.

Jetzt kommt der erste (Solo)-Silberling des legitimen BRUCE-SPRINGSTEEN-Nachfolgers Brian Fallon in die Läden und lässt dabei eher an TOM WAITS als an den Boss denken. Im Vergleich zur Mucke von THE GASLIGHT ANTHEM präsentiert Fallon unter dem Logo HORRIBLE CROWES Songs, die überwiegend langsamer, ja auch düsterer und trauriger klingen. Ohne Frage ist „Elsie“ eine sehr persönliche Platte, die entstanden ist, nachdem Brian und Ian auf der gemeinsamen GASLIGHT-ANTHEM-Tour sich ihre Lieblingsalben (u.a. AFGHAN WINGS, PJ HARVEY) vorgespielt haben und irgendwann klar war, dass sie genau so eine Scheibe zusammen machen wollten. Entsprechend startet der Opener „Last Rites“ mit ruhigen Piano-Akkorden und empathischen Zwiegesang, bevor das wundervolle„Sugar“ umgehend für wohlige Gänsehaut-Schauer sorgt, während „Behold The Hurricane“ beweist, dass die Herren Fallon und Perkins durchaus auch zu rocken verstehen. Es geht nur immer eine Spur emotionaler bei den Freunden zu, die bei „I Witnesses A Crime“ auch schon mal zur groovenden Orgel und ruhigen Gesangslinien greifen. „Go Tell Everybody“ ist ein weiterer Song, der Tempo, Kraft und Gefühle gekonnt zu verbinden weiß, ehe „Cherry Blossoms“ wieder ruhige Töne anschlägt, die dem Hörer durchaus tiefe Seufzer entlocken können. Atmosphärisch dicht präsentiert sich „Ladykiller“, während „Crush“ vielleicht etwas hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Aber ich kritisiere auf hohem Niveau! Sowohl Brian Fallon als auch Ian Perkins wissen, was geschossen wird und liefern beispielsweise mit „Mary Ann“ knackige Sounds ab, die bei „Black Betty And The Moon“ wieder etwas reduzierter daherkommen. Auch „Blood Loss“ zählt zu den ruhigen Vertretern, dem sich das finale „I Believe Jesus Brought Us Together“ anschließt. Diese Nummer ist übrigens im letzten März in Japan entstanden, als dort das Erdbeben für wirklich dunkle Momente sorgte.

Bei den HORRIBLE CROWES gibt’s jedoch auch immer einen Silberstreif am Horizont. Und so ist „Elsie“ ein Longplayer, dessen Songs in homöopathischer Dosierung auch bei THE GASLIGHT ANTHEM auf der Setlist stehen könnten. Der Haudrauf-Rock’N’Roll fehlt bei Brians Nebenprojekt, wobei „fehlen“ in diesem Fall nicht meint, dass es irgendwas zu vermissen gibt. Und das schreibe ich als ausgesprochener GASLIGHT-ANTHEM-Fan, der aber auch die HORRIBLE CROWES ins Herz geschlossen hat.

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