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THE JEREMY DAYS - Beauty Is Broken

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Artist THE JEREMY DAYS
Title Beauty Is Broken
Homepage THE JEREMY DAYS
Label CIRCUSHEAD RECORDS
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Wer sich 1989 bereits für Musik interessierte und gelegentlich mal das Radio anhatte, wird an „Brand New Day“ von den JEREMY DAYS nicht vorbeigekommen sein. Die Hamburger Popband hatte mit ihrem melodiösen Mix aus britischem Pop und amerikanischen Art-Rok sogar international einen gewissen Erfolg und es ins Feuilleton der FAZ ebenso geschafft wie in die MTV-Rotation. 1996 trennten sich jedoch Dirk Darmstaedter (Gesang & Gitarre), Christoph M. Kaiser (Bass & Gesang), Louis C. Oberlander (Keyboard), Jörn-Christof Heilbut (Gitarre) und Rob Feigel (Drums, 1994 für Stefan Rager eingestiegen) nach fünf Alben und einer halben Million verkauften Platten. Anfang 2019 kamen die Herren (außer Kaiser) nach 24 Jahren Funkstille zu einem Reunion-Gig im Hamburger Docks wieder zusammen und es war, als sei man nie getrennt gewesen. Es folgte eine Comeback-Tour und jetzt mit „Beauty Is Broken“ nach 27 Jahren auch ein neues Album, bei dem die gesamte Gründungsmannschaft (außer Christoph M. Kaiser) mit von der Partie ist.

Erstmals sind auch alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt gewesen, das berühmte ‚Viele Köche verderben den Brei‘ ist dabei glücklicherweise nicht eingetreten. Vielmehr sind die JEREMY DAYS ihren bewährten Trademarks mit den elf neuen Songs treu geblieben und präsentieren immer noch einen Sound, der auf britische Gitarren, amerikanische Attitüde und detailverliebte Arrangements setzt. Das macht „Beauty Is Broken“ nicht unbedingt zu einem Anwärter auf einen Innovationspreis, aber die Jungs wissen offensichtlich immer noch, wie’s geht. Was allerdings aber auch nicht weiter verwunderlich ist, da Dirk Darmstaedter nicht nur als Solokünstler fleißig war, sondern auch für das Label Tapete Records mitverantwortlich zeichnet. Jörn-Christof Heilbut sorgte im Hafenklang-Studio an der Elbe für den guten Ton u.a. bei Produktionen von ANNETT LOUISAN, CAMOUFLAGE und BAP. Stefan Rager übernahm zwischenzeitlich die musikalische Leitung für die Komponisten HERBERT GRÖNEMEYER, RUFUS WAINWRIGHT, LOU REED und COCO ROSIE bei zahlreichen Theaterinszenierungen von Kult-Regisseur Robert Wilson.

So empfiehlt sich „Beauty Is Broken“ durchaus den Fans der ersten Stunde, die hier ein gutes Stück ‚ihrer alten‘ JEREMY DAYS wiederfinden. Aber auch Popliebhaber, die bislang noch nicht mit den Jungs von der Waterkant in Berührung gekommen sind, werden an den eingängigen und radiotauglichen Liedern ihre Freude haben. Anspieltipps: der eröffnende Titeltrack „Beauty Is Broken“, die gefühlvolle Piano-Nummer „For The Lovers“, das gitarrengetriebene „Breathe“,das pumpende „The Deep Dark Night“ und der nachdenkliche Closer „Lights Out“.

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