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THE KILLERS - Day & Age

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Artist THE KILLERS
Title Day & Age
Homepage THE KILLERS
Label ISLAND
Leserbewertung
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7.2/10 (5 Bewertungen)

Im Jahr 2002 hatte ein gewisser Dave Keuning eine Kleinanzeige aufgegeben, die wiederum von einem Herrn namens Brandon Flowers gelesen wurde. Worum ging’s? Um die Gründung einer Band und es sollte nicht mehr lange dauern, bis im Spielerparadies Las Vegas THE KILLERS das Licht der Welt erblickten. Die Positionen am Schlagzeug und Bass waren mit Ronnie Vannucci und Mark Stoermer vermittels Casting fix besetzt und dann konnte eine der britischsten amerikanischen Kapellen anfangen zu mucken. Gleich das 2004er Debüt „Hot Fuss“ schaffte es konsequenterweise im Vereinigten Königreich bis an die Chartspitze und auch die Singleauskopplungen bewegten sich auf hohen Positionen. Vorneweg natürlich der Hit „Somebody Told Me“, der inzwischen zu den Indie-Standards zählt. Die Nachfolgelangrille „Sam’s Town“ (eine Hommage an Las Vegas) konnte den Erfolg des Erstlings zwei Jahre später sogar noch toppen und auch die letztjährige B-Seiten-Compilation „Sawdust“, welche auch unveröffentlichte Songs enthielt, fand regen Zuspruch.

Da dürfte nach derlei Erfolgen und unzähligen Auszeichnungen die Erwartungshaltung an die dritte Studioplatte „Day & Age“ hoch sein, immerhin legten THE KILLERS mit den Vorabsingles „Human“ und „Spaceman“ die Latte selbst nicht eben niedrig. Wer den Top-Ten-Smasher „Human“ hört, erkennt dann auch umgehend Brandons massive Synthies, von denen die epische Rocknummer vorangetrieben wird. „Spaceman“ gefällt hingegen mit fettem Glamrock, den man am besten im Stadion hört, wo gleich die Außerirdischen, um die es in dem Track geht, mit ihrem UFO landen können. Den Anfang machen jedoch knackige Bläser, die dem Opener „Losing Touch“ einen gewissen ROXY-MUSIC-Touch verleihen. „Joy Ride“ gibt sich rhythmusbetont und gehört zweifelsohne auf die Dancefloors, während „A Dustland Fairytale“ mit ruhigem Pianogeklimper startet, bevor es wieder in die hymnischen Brit-Pop-Vollen geht. Vielschichtige Melodien mit jeder Menge Gefühl zeichnen „This Is Your Life“ aus, dann schickt „I Can’t Stay“ den Hörer auf eine Reise in die bunte Welt der Tropen, auf der Saxofon und Steel Drums den Weg kreuzen. Der „Neon Tiger“ ist eher eine Schmusekatze und auch „The World We Live In“ setzt auch emotionsgeladene Keyboardklänge. Zum Schluss geben die KILLERS ihren Fans noch ein „Goodnight, Travel Well“ mit. Es geht mit wabernden Electrosounds los, die langsam aber sicher in einem krachenden Finale münden.

THE KILLERS gehen mit „Day & Age“ in großen Schritten weiter Richtung Brit Pop-Olymp. Kein Wunder, dass der Vierer auf der Insel aus den Charts kaum rauskommt. Der neueste Streich der Amis dürfte da keine Ausnahme machen und auch hierzulande wird das Quartett auf offene Ohren stoßen. Das Release-Konzert im Berliner Kesselhaus war zumindest binnen weniger Minuten restlos ausverkauft, aber im Frühjahr kommen THE KILLERS für drei Konzerte mit ihrem glamourösen Elektro-Indie zurück!

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