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THE KNUTZ - Ghost Dance Party

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Artist THE KNUTZ
Title Ghost Dance Party
Homepage THE KNUTZ
Label AF MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.5/10 (2 Bewertungen)

Musikalisch bringt man mit Brasilien wohl eher heiße Samba-Rhythmen als düsteren Horrorpunk in Verbindung. Nun haben die vier Mitglieder von THE KNUTZ, Daniel (Gitarre & Gesang), Tiago Abud (Bass & Gesang), Airton Silva (Drums) und Cezare (Keyboard), aber nun einmal ihre Wurzeln im Deathrock und Punk und offensichtlich zudem noch eine Vorliebe für ausgefallenes Dunkelrock-Styling. Einer der Herren könnte dabei problemlos auch einen Bill-Kaulitz-Lookalike-Contest gewinnen, mit ihrer Mucke gehen die Brasilianer allerdings einen etwas anderen Weg als TOKIO HOTEL und es würde mich wundern, wenn ihren mit ihrem Debüt „Ghost Dance Party“ ein ähnlicher Erfolg beschert würde, wie ihn die ostdeutschen Teenie-Herzensbrecher erlebt haben .

Zwar habe ich mich bei TOKIO HOTEL auch immer gefragt, was die kleinen Mädchen an denen finden, aber THE KNUTZ werden wohl mit einer deutlich kleineren potenziellen Fanbase kalkulieren müssen. Das eine oder andere Mädel mit Hang zu schwarzen Fingernägeln und entsprechendem Kajal mag mit dem südamerikanischen Goth-Klängen vielleicht etwas anfangen können, für meine Ohren klingt der Output des Vierers jedoch eher belanglos. Irgendwie bleiben die Songs ohne Biss und schaffen es nicht wirklich, über Probenraum-Niveau hinwegzukommen. Insbesondere die Keys klingen manches Mal recht einfallslos. Da klingt dann ein Stück wie „Red Sound“ ziemlich schnell wie der Versuch einer Schülerband, sich an THE CURE zu messen. Ein Unterfangen, das leider zum Scheitern verurteilt ist. Auch der Titeltrack „Ghost Dance Party“ bedient eindeutig zu viele Klischees und dümpelt entsprechend uninspiriert vor sich hin. Dabei spielt es keine große Rolle, ob sich THE KNUTZ in einer härteren Gangart versuchen (beim finalen „Bem Deponis“ zudem in der portugiesischen Muttersprache) oder wie bei „Where Are You Now“ auf große Gefühle setzen.

Der Erstling bleibt schlicht und ergreifend farblos und serviert ein musikalisches Einerlei, das zweifelsohne ins schwarze Sujet passt, aber von zig Kapellen auch schon deutlich besser abgeliefert wurde.

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