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THE KOOKS - Konks

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Artist THE KOOKS
Title Konks
Homepage THE KOOKS
Label VIRGIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Wer vor zwei Jahren beim Hurricane oder Southside war, hatte bereits Gelegenheit THE KOOKS live zu sehen bzw. zu hören. In diesem Jahr sind die Briten wieder bei beiden Festivals mit von der Partie. Diesmal wird es aber neben Songs vom brillanten Debüt „Inside In/ Inside Out“ vor allem neues Zeugs auf die Ohren geben, denn der Vierer war erneut im Studio und hat seinen Zweitling gleich mal nach dem Aufnahmestudio benannt, in dem auch der erste Silberling unter den Fittichen von Produzentenlegende Tony Hoffer entstanden ist. „Konk“ heißt der Schuppen und unter der Überschrift laufen auch die zwölf neuen Tracks aus der Feder der Verrückten und Spinner (nichts anderes bedeutet „kooks“ im Amerikanischen).

Mögen sie sich selbst als Spinner bezeichnen, mit „Konk“ hat das Quartett bewiesen, dass sie definitiv keine Eintagsfliegen sind und einen würdigen Nachfolger hingelegt. „See The Sun“ startet mit griffigen Sounds und einem gut gelaunten Luke Pritchard an Mikro & Gitarre. Da dauert es nicht lange, bis man selbst im Takt mitwippt und leise vor sich hinsummt. „Always Where I Need To Be“ lässt etwas mehr Platz für die Saitenfraktion bestehend aus Hugh Harris an der Lead Gitarre und Dan Logan am Bass. „Mr. Maker“ markiert Britpop mit fröhlichen Claphands, während „Do You Wanna“ endgültig zum Tanzen auffordert. Mit „Gap“ lassen es die Jungs, die sich 2003 am Brighton Institute of Modern Music kennen gelernt haben und nur drei Monate nach Bandgründung einen Plattenvertrag in der Tasche hatten, etwas ruhiger angehen, wobei hier besonders gut Paul Garreds akzentuierten Drums zur Geltung kommen. Auch „Love It All“ lässt sich nicht hetzen, überrascht jedoch mit tollem BEACH BOYS-Gesang und verspielten Gitarrenläufen. „Stormy Weather“ macht dem Titel entsprechend wieder mehr Druck und gibt sich rhythmusverliebt. Groovig geht’s mit „Sway“ weiter – eine Midtempo-Nummer, die mit einem himmlischen Rockrefrain bezaubert. Die letzten trüben Gedanken wischt „Shine On“ kurzentschlossen weg, dann darf zu „Down To The Market“ abermals ausgelassen das Tanzbein geschwungen werden, bevor „One Last Time“ doch noch nachdenkliche Töne anschlägt. Ein Song, der besonders durch Lukes unverwechselbare Stimme wirkt. Bleibt noch „Tick of Time“, das sich drumsbetont gibt und im besten Sinne an die große Pauke einer Brass Band erinnert. Nicht vergessen wollen wir den Hidden Track „All Over Town“, der den melancholischen Akustik-Kehraus macht.

So muss sich Britpop 2008 anhören! THE KOOKS präsentieren ein Dutzend abwechslungsreiche Songs, die durchgängig hohes Niveau beweisen und mit Sicherheit auch live hervorragend rüberkommen werden. Was will man auch sonst erwarten bei einer Truppe Zwanzigjähriger, die mit einem Plattenvertrag in der Tasche beschließen, erst einmal ausgiebig auf Tour zu gehen, um den eigenen Sound reifen zu lassen und sich erst annähernd zwei Jahre später den Weg ins Studio machen? Da ist kein Platz für unausgegorene Schnellschüsse, das zeigt auch „Konk“ auf angenehme Weise.

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