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THE KOOKS - Listen

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Artist THE KOOKS
Title Listen
Homepage THE KOOKS
Label VIRGIN
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

2006 starteten die KOOKS mit ihrem Debüt „Inside In/Inside Out“ mächtig durch. Rund 1,5 Millionen Tonträger gingen vom Erstling über den Tisch und gleich eine ganze Reihe Singles („You Don’t Love Me“, „Naïve“, „She Moves Her Own Way“, „Ooh La“ stürmten die heimischen Charts. Zwei Jahre später konnten die Briten mit „Konk“ (u.a. mit „Shine On“) auch international hohe Positionen feiern, die in 2011 ebenfalls der Langspiel-Nachfolger „Junk of The Heart“ erreichte. Von der 2004er Ursprungsbesetzung sind nur noch Mastermind Luke Pritchard (Gesang & Gitarre) sowie Hugh Harris (Gitarre) am Start, den Tieftöner zupft bereits seit 2008 Pete Denton und hinter der Schießbude sitzt im nunmehr vierten Jahr Alexis Nunez. Für die Aufnahmen zum vierten Silberling „Listen“ haben die Herren noch den Behind The Force Choir ins Boot geholt, den es auch gleich im Opener zu hören gibt.

„Around Town“ heißt das erste Stück, das auch bereits als Single veröffentlicht wurde und ungewohnte Gospel- und Soul-Sounds zu Gehör bringt. Nicht minder funky und groovend schließt sich „Forgive & Forget“ an – ganz offensichtlich hat bei den KOOKS eine musikalische Neuausrichtung stattgefunden, die den Jungs aber bestens steht und durchaus mit bekannten und beliebten Trademarks der Kapelle einhergeht. Nach den schmissigen Claphands von „Forgive & Forget“ bittet der Vierer mit coolem Eighties-Synthie-Pop („Westside“) auf den Dancefloor, ehe bei „See Me Now“ der Himmel voller Geigen hängt und auch an schmachtenden Pianoakkorden nicht gespart wird. Den Rest erledigen Kollege Prichard und der besagte Chor, um mit „It Was London“ in bester Indie-Rock-Manier erneut Gas zu geben. Die Sixties und Seventies lassen grüßen, bevor es dank „Bad Habit“ in die Garage geht und der Vorab-Track „Down“ für meinen Geschmack ein wenig zu frickelig rüberkommt. Da lobe ich mir das reduzierte „Dreams“, dem zuzuhören wirklich Spaß macht. Das beschwingte „Are We Electric“ spielt abermals die Synthie-Pop-Karte, wohingegen bei „Sunrise“ ein wahres Percussion-Feuerwerk im Mittelpunkt steht. Insbesondere der eröffnende Gesang beim finalen „Sweet Emotion“ zeigt Parallelen zu PRINCE, aber auch der Style der Nummer changiert stark in Richtung R’n’B und Soul.

Das Ganze wird jedoch in hübsches Indie-Britpop-Glanzpapier verpackt, was „Listen“ zu einem abwechslungsreichen, tanzbaren und hörenswerten Album macht. THE KOOKS gehen mit ihrem jüngsten Baby eindeutig neue Wege, um gleichzeitig immer wieder zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Der Albumtitel darf getrost als Aufforderung verstanden werden, die man nicht bereuen muss.

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