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THE KOVENANT - SETI

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Artist THE KOVENANT
Title SETI
Homepage THE KOVENANT
Label Nuclear Blast
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Nachdem das letzte THE KOVENANT-Album bereits fast dreieinhalb Jahre zurückliegt, war die Spannung groß und die Erwartungshaltung an das neue Material sowie auch der eigene Anspruch der Band dementsprechend hoch. Nun liegt ihr vierter Longplayer endlich vor, und es ist zunächst festzustellen, dass die Jungs es sich jedenfalls nicht leicht gemacht haben und sie nicht auf Nummer sicher gegangen sind, indem man „Animatronic“ – Teil 2 eingespielt hätte. Ebenfalls wurde nicht, wie einige vielleicht befürchtet haben, ein Album aufgenommen, welches sich ausschließlich an poppigeren Gefilden orientiert.

Natürlich ist die neue Scheibe über weite Strecken eingängig und auch – speziell die Vocals – weniger aggressiv als der Vorgänger. Um als kommerziell im eigentlichen Sinne durchzugehen, dazu sind die Stücke jedoch, auch aufgrund ihrer Länge von zumeist zwischen fünf und sieben Minuten, gleichzeitig zu vielschichtig und experimentell. Dennoch können Teile von „SETI“ durchaus als club-tauglich bezeichnet werden und mit beispielsweise „Star by star“ oder „Hollow earth“ ist auch „Hit-Potential“ auszumachen.

Auch wenn sich Fans der letzten beiden Alben mit dieser Entwicklung anfangs schwer tun könnten, erinnert zumindest der Opener mit seinen Rammstein-artigen Gitarrenparts an „Mirror´s paradise“ von „Animatronic“. Überhaupt zeichnen sich die Sechssaiter auf „SETI“ größtenteils durch rhythmisches Riffing aus. Dominierend sind vielmehr die elektronischen Elemente. So wurde der „Cybermetal“ von THE KOVENANT mit jeder Menge futuristischer und spaciger Klänge, Samples und Bombast versehen. Dies klingt sehr modern, teils recht abgefahren, manchmal auch orientalisch und hierdurch erhält das Material eine innovative Note. Bei den Elektronika hat die zusammen mit Neu-Gitarrist Angel (ebenfalls Mitglied bei Apoptygma Berzerk) inzwischen als Quartett tätige Band zusätzliche Unterstützung bekommen durch Erik von Zeromancer. „SETI“ steht übrigens für „Search for extra terrestrial intelligence“, so dass dieser Thematik auch musikalisch Rechnung getragen wird.

Von Blombergs (aka Hellhammer) Drumming wird partiell ergänzt durch programmierte Beats, aber im übrigen erledigt er seine Aufgabe, egal welchen Rhythmus das Stück verlangt, so tight wie man es von ihm erwartet. Neben den Vocals von Psy Coma, der verstärkt normal singt und dessen Stimme stellenweise schon mal computerisiert wurde, kommt außerdem des öfteren weiblicher Gesang zum Einsatz. Die hierfür verantwortliche Dame heißt Eileen und ist bereits bekannt von „Animatronic“.

Letztlich sicher kein Album für Puristen, für alle open-minded Musikliebhaber aber fast 68 Minuten value for money.

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