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THE LAMP OF THOTH - Cauldron of Witchery

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Artist THE LAMP OF THOTH
Title Cauldron of Witchery
Homepage THE LAMP OF THOTH
Label NORTHERN SILENCE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Achtung an alle Profikiffer und solche, die es werden wollen: THE LAMP OF THOTH heißt meine persönliche Überraschung des Monats! Ungeniert kreuzen die drei EngländerInnen frech das beste aus (uralten) BLACK SABBATH, den unverwüstlichen CANDLEMASS und den leider schon verwüsteten KYUSS zu einem Mix, den sie selbst als Occult Doom Metal beschreiben und der abgeht wie Schmidts Kätzchen in der ganz heißen Phase. Schon äußerlich passt hier vieles zusammen: Zunächst der kultige Bandname, dann der kultige Titel dieser MCD und dazu auch noch die passenden Pseudonyme (auch wenn dabei die besten Witze sicherlich schon gerissen wurden): Lady Pentagram sitzt am Schlagzeug, Randy Reaper bedient die sechs Saiten und The Overtly Melancholic Lord Strange ist für die tiefen Töne verantwortlich, auch am Mikro. In dieser Besetzung gelingen der Band fünf echte Volltreffer, darunter das CIRITH UNGOL Cover „Frost and Fire“ sowie die beiden Live Aufnahmen „Blood on Satan’s Claw“ und „Into the Lair of the Gorgon“.

Los geht’s mit der potenziell baldigen Bandhymne „The Lamp of Thoth“ und einer schweren und getragenen Gitarrenharmonie. Aus dieser entwickelt sich jedoch ein dynamischer Rocker eröffnet mit sehr breitbeinigen „Oh Yeah“ Rufen, der doomige Strophenteile mit flotten Zwischenparts kombiniert. Highlight ist der Chorus, der für baldiges Mitgrölen in der Livesituation wie geschaffen ist: „We send them Doom today – We send them on their way – With an Agony so wroth – Do not cross the Lamp of Thoth“. Auch das zweite Stück “Sunshine“ wildert in den Gefilden zwischen Stoner Rock und Doom mit gehöriger Treffsicherheit. Startend mit einem langgezogenen Doom Part, der auch Wino glücklich machen würde, schalten die Engländer drei Gänge hoch und man fühlt sich an FU MANCHU und ganz dicke Sportwagen erinnert, wenn auch ohne die entsprechenden Texte, da bleibt alles im Düsteren und Okkulten (mit dickem und durchgehenden Augenzwinkern!). Zwar kenne ich das Stück nicht im Original, ich gehe jedoch fest davon aus, dass die Engländer es nicht sehr verändert haben. Hier ist es ein sehr schöner epischer und düsterer Doom Song der perfekt überleitet zu den authentischen und überaus gelungenen Live Versionen früherer THE LAMP OF THOTH Songs. Schon die erste Ansage ist hier echtes Programm: „This is a Song about burning Witches!“, so die Einführung durch seine Lordschaft. Um es kurz zu machen: beide Live Stücke sind tolle Stoner Rocker mit toll eingefangener Live Atmosphäre.

Summa summarum eine wunderbare Gelegenheit den tiefsten Underground von seiner besten Seite kennen zu lernen. Wer Bands wie 7 ZUMA 7, NEBULA oder die SPIRITUAL BEGGARS vermisst, muss hier eigentlich zuschlagen!

I Love The Lamp!

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