Band Filter

Request did not return a valid result

THE LAW - A Measure of Wealth

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE LAW
Title A Measure of Wealth
Homepage THE LAW
Label LOCAL BOY RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Briten mal wieder. Um gegen den US-amerikanischen Größenwahn überhaupt noch anstinken zu können hyped die britische Musikpresse in regelmäßigen Abständen irgendwelche Bands, welche ihr Dasein bisher in Undergroundclubs oder gleich direkt auf Dorffesten in der Provinz gefristet haben. Letztere Gruppe vertreten THE LAW, eine zwölf Jahre erfolglos in den schottischen Highlands umhertingelnde Band, welche nun plötzlich das „Next Big Thing“ ist. Kometenhaft schlugen sie in den britischen Indie-Charts ein und legen mit „A Measure of Wealth“ ihr Longplayerdebüt vor.

Elf von Stan Kybert (u.a. OASIS, PAUL WELLER) produzierte Songs vibrieren sich energisch rockend in die Kurzparkzone des Gehörs. Sofort fällt die ruppige Gangart auf, die Gitarren dengeln und scheppern über läufige Riffs, während Sänger Stuart Purvey, welcher Babyface Tim Wheeler von ASH erstaunlich ähnlich sieht, sein Organ an der Leine laufen lässt. Spielfreudig tropft hier der Rock ’n’ Roll durch Injektionsnadeln mit Namen wie „Don’t stop, believe“ oder „The Chase“. Später orientieren sich THE LAW eindeutig an OASIS, lassen Eigenständigkeit aber nicht vermissen. So werden griffige Hooks zur Dauerparkzone für Purveys Refraineinlagen, welche z.B. bei „Man in the Moon“ oder „Still got Friday to go“ Ohrwurmqualitäten aufweisen. Und immer wieder diese dengelnden Gitarren. Roh und energisch bringen sie frischen Wind in die eingeschlafene Britrock Szene, lüften die Bridge ordentlich durch, um etwa „Vertical Feeling“ zur gefühlten Ekstase zu verhelfen. So wird dieser Song zum Wachmacher, nach der müden Singleauskopplung „Milk & Honey“, die man mal besser eingemottet hätte.

Es rockt wieder. Ausgelassen energisch und mit einer ganzen Packung rohen Fleisches versehen arbeitet sich „A Measure of Wealth“ in die Britrockszene und auf die Clubtanzflächen vor. Zwar wird kein Dauerbrenner aus diesem Album werden, aber für Kurzweil sorgt das schottische Quartett allemal. Den Siegeszug im kolonialisierten Amerika werden aber auch diese Briten nicht antreten…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu THE LAW