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THE LIGHT BELOW - Georgia

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Artist THE LIGHT BELOW
Title Georgia
Homepage THE LIGHT BELOW
Label MY PROUD MOUNTAIN
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Auf „Georgia“ verbinden THE LIGHT BELOW instrumentale Post-Rock-Klanglandschaften mit jahrhundertealter georgischer Tradition. Zu diesem Zweck haben sich Frank Binke (Bass), Patrick Christensen (Gitarre), Eric J. Breitenbach (Drums), Dominique Braun (Gitarre) und Niklas Fischer (Steel Guitar) mit dem georgischen Frauenchor AKHLA zusammengetan. Dieser Chor singt überlieferte Volkslieder aus unterschiedlichen Regionen Georgiens, die neu interpretiert und in einer solchen Weise arrangiert wurden, dass sie mit den instrumentalen Post-Rock-Elementen verschmelzen.

Liebreizende weibliche Gesänge sollte man jetzt allerdings nicht auf „Georgia“ erwarten. Stattdessen startet die Langrille mit „Arulalo“ eher verstörend. Die Instrumente klingen roh, massiv und scheppernd, während die Vocals tatsächlich aus einer anderen Epoche, wenn nicht sogar einer anderen Welt zu sein scheinen. Hervorzuheben ist auf jeden Fall das nachfolgende Stück „Tsinskharo“, das ursprünglich von Männern gesungen wurde und durch seine Verwendung in Werner Herzogs „Nosferatu“ (mit Klaus Kinski als Graf Dracula) weltweit bekannt wurde. Der Song strotzt nur so vor düsterer, lärmender Intensität, wohingegen „Kirialesa“ im Anschluss auch über leisere, eingängigere Passagen verfügt. Mit „Merisuli“ nimmt das ungewöhnliche Sound-Experiment erneut Fahrt auf, bevor krachende Gitarrenwände „Mamalma“ prägen. „Bicho“ übernimmt mit einer Art lauernden Gleichförmigkeit, ehe stampfende Beats „Batonebo“ ankündigen. Die Instrumentierung wird im weiteren Verlauf ein wenig filigraner, es bleibt jedoch ein doomiger Grundtakt erhalten, der sich in eruptiven Intermezzi entlädt. „Mze Shina“ schließt sich mit rhythmusbetonten Stakkato-Klängen an, die dank „Dideba“ ein wenig zurückhaltender ausfallen. „Helesa“ wird derweil von knackigen Langäxten eröffnet, die auf ausdrucksstarken Gesang treffen. Bleibt noch der Closer „Deli Deli“, mit dem sich die Musiker:innen in sphärische Gefilde begeben.

Nein, ins Mainstream-Radio werden es THE LIGHT BELOW mit „Georgia“ garantiert nicht schaffen. Auch innerhalb der Post-Rock-Gemeinde wird es angesichts der Kombi aus monumentalen Gitarrenwänden, introspektiven Passagen, epischen Crescendi und georgischer Folklore nur einen kleinen Bruchteil geben, der sich für diese Art von Musik erwärmen kann. Zweifellos lotet „Georgia“ jedoch die Grenzen zwischen Rock, Tradition und globaler Musikkultur ganz neu aus und wer für derartige Versuchsanordnungen offen ist, wird nach spätestens mehrmaligem Hören mit großer Wahrscheinlichkeit auch den besonderen Reiz dieser Kollaboration erkennen. Übrigens hat der 2024 verstorbene Steve Albini (THE PIXIES, PJ HARVEY, NIRVANA) noch den instrumentalen Part aufgenommen, außerdem soll es gemeinsame Live-Auftritte von THE LIGHT BELOW und AKHLA geben.

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