| Artist | THE LIMIT |
| Title | Another Drop |
| Homepage | THE LIMIT |
| Label | SILVER LINING MUSIC |
| Leserbewertung |
Als THE LIMIT 2021 ihr Debüt „Caveman Logic“ veröffentlichten, sorgte die ungewöhnliche Besetzung für Aufmerksamkeit. Die Kombination aus Doom-Metal-Legende Billy Liebling (PENTAGRAM), Punk-Urgestein Sonny Vincent (TESTORS), Jimmy Recca (THE STOOGES) sowie Hugo Conim und João Simmons (beide DAWNRIDER) ließ die Frage aufkommen, ob sich schwere Doom-Wurzeln und kompromisslose Punkrock-Energie tatsächlich vereinen lassen. Die Antwort fiel damals eindeutig aus – und mit „Another Drop“ legt die Band nun den Nachfolger vor. Personell hat sich seit dem Debüt einiges getan. Während Billy Liebling (Gesang), Sonny Vincent (Gitarre/Gesang) und Hugo Conim (Gitarre) weiterhin das Fundament der Band bilden, übernehmen Alex Schwers (SLIME) das Schlagzeug, Dee Dammers eine weitere Gitarre und Alex Farrar den Bass.
Schon die erste Vorab-Single „Part Two, Screw You“ macht deutlich, wohin die Reise geht. Unterstützt von Steve Stevens (BILLY IDOL) liefern THE LIMIT einen schnörkellosen Punkrock-Track voller Energie und Vorwärtsdrang, der die Messlatte für die folgenden 14 Songs hoch legt. Der Titeltrack „Another Drop of Blood“ knüpft daran an und verbindet schmutzigen Rock ’n’ Roll mit rauem Punk-Spirit. Die erfahrenen Musiker transportieren dabei eine rebellische Haltung, die weder aufgesetzt noch nostalgisch wirkt. Mit „Don’t Say Try“ rückt Billy Lieblings markante Stimme in den Mittelpunkt. Getragen von schweren Grooves entfaltet der Song eine düstere, beinahe hypnotische Atmosphäre. „(Just a) Calling Card“ schlägt anschließend ruhigere Töne an, überzeugt aber mit intensiver Spannung und einem gesprochenen Gesang, der dem Stück zusätzlichen Charakter verleiht. Deutlich direkter geht „Stalemate“ nach vorne, das tief in klassischen Punkrock-Wurzeln verankert ist. „Cause of Mystery“ sorgt erneut für eine dunkle Stimmung, bevor „Panzer“ mit seinem unerbittlichen Rhythmus kompromisslos nach vorne prescht. Den Abschluss bildet „Unchained“, das eindrucksvoll unterstreicht, dass rebellischer Rock nichts mit dem Alter seiner Musiker zu tun hat.
„Another Drop“ wirkt angenehm zeitlos. Das liegt nicht nur an Billy Lieblings markanter Stimme, die stellenweise Erinnerungen an IGGY POP weckt, sondern vor allem an der ehrlichen, ungeschönten Produktion und dem unverfälschten Songwriting. THE LIMIT setzen nicht auf moderne Trends, sondern auf Authentizität, Spielfreude und eine Portion rotzigen Punk-Geist. Das Ergebnis ist ein Album, das vielleicht gerade wegen seiner Oldschool-Ausrichtung kraftvoll, lebendig und glaubwürdig klingt.

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