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THE MAN FROM THE MOON - Rocket Attack

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Artist THE MAN FROM THE MOON
Title Rocket Attack
Homepage THE MAN FROM THE MOON
Label BLACK MARK
Leserbewertung
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An all die Väter und Mütter mit jungen Sprösslingen (die ja bekannt sind für ihre immerwährende Flut an Fragen). HIER ist die Antwort auf die Frage nach dem Mann im Mond. Frage: „Wie heißt der Mann im Mond?“ Antwort: „Der Moon Man nennt sich Micke (Mimo) Mosberg.“ Frage: „Was macht der Moon Man, während die Sonne scheint?“ Antwort: „Er schreibt Songs für Rockalben.“ Und wenn ihr Nachwuchs jetzt fragend schaut und wissen möchte, wie sie davon Kenntnis erlangt haben, dann legen Sie einfach diese CD ein und lauschen den Klängen vom Mond.

Gleich mit dem Titeltrack kommt ein stampfender Song mit leise kreischenden Gitarren und einem Mitgröhlrefrain u die Ecke. Ein guter Opener, der Lust auf mehr macht. Da lässt sich der nachfolgende Song auch nicht lang bitten. Ähnlich rockend mit leichter Bluesattitüde und dem gewissen Flair von DAVE SHARMAN (kennt den noch jemand?) setzt sich „Warm Blooded Woman“ im Ohr fest. So marschiert diese Scheibe Stück für Stück vorwärts und bedient jeden Mondsüchtigen mit Rock im 80er Jahre Stil und netten Pathos-Texten – denn mal ehrlich, Namen wie „Eagle Free“, „Revolution“ oder „I Am Your God“ zeugen nicht gerade von Innovation. Aber wer 80er Rock hört, WILL das auch gar nicht. In dem Fall überzeugen Melodien, die im Ohr hängen bleiben, Texte, die zum Mitsingen einladen und einen Hauch Sozialkritik üben. Letzteres wird mit „President Of Madness“ (Wer damit wohl gemeint ist) recht gut bewiesen. Insgesamt kommen die Rocksongs locker-flockig aus dem Boxen und lassen den Hörer an alte Jugendsünden denken. Da wären oben genannte DAVE SHARMAN, aber auch ALDO NOVA, einen Hauch ANGELS (FROM ANGEL CITY) sowie jede Menge andere One-Hit-Wonder und Kleinode der „wilden Jugend“ Allein „Revolution“ und das fabelhafte „My Home Town“ laden zum immer wieder Hören und Stimmbänderstretching ein. Schöne (aber teilweise viel zu kurze) Gitarrensoli runden die Stücke ab und die erdige Produktion tut ihr Übriges dazu.

Was ich hier in den Händen halte, ist eine kleine Zeitreise zurück in (meine) Jugend. Als junger Headbanger bin ich zu dieser Art Musik Luftgitarre spielend durch die Wohnung gehüpft und habe dank mangelnder Englischkenntnisse die Titel mehr oder eher weniger korrekt zum Besten gebracht. Was will ich damit sagen? Wenn es etwas wie „Retro-Rock“ gibt, so gehört diese CD definitiv dazu – nicht mehr aber auch nicht weniger! Eine geglückte Mondlandung.
Rigr

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Black Mark waren ja lange Jahre mal das schwedische Kult-Label schlechthin. Vor allem BATHORY, EDGE OF SANITY/ NIGHTINGALE oder auch MORGANA LEFAY sind wohl jedem Banger ein Begriff. Nach dem Tod Quorthons ist es etwas still um das Label geworden. Und ob man seinen Status mit so obskuren Veröffentlichungen wie der Vorliegenden aufpolieren kann, bleibt mal fraglich.

Denn mit diesem Ein-Mann-Projekt bietet man biederen AOR/ Hard Rock auf, der wohl kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken wird. Trotz unabstreitbarer instrumentaler Fähigkeiten des Masterminds Micke Moberg und fluffiger Songs wie „Eagle Free“ zündet das Ganze nicht so recht. Der Mann hat zwar auch eine gute Stimme und Fans von FOREIGNER könnten hier wohl Gefallen dran finden. Aber was hat so was auf Black Mark zu suchen??? Wäre auf Inside Out wesentlich besser untergebracht. Im mittleren Teil des Albums dudeln zudem etliche Füller vor sich her. Mit dem poppigen „Ice Man“ erinnert man gar ein wenig an DEF LEPPARDs „Hysteria“-Phase.

Falsches Projekt auf falschem Label, aber Fans von poppigen Rockern mit Hang zum Prog (MARILLION und so) dürfen mal reinhören.
MOSES

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