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THE MANIC SHINE - Let Go Or Be Dragged

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Artist THE MANIC SHINE
Title Let Go Or Be Dragged
Homepage THE MANIC SHINE
Label THE ANIMAL FARM
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Die Londoner Art-Rock-Kapelle THE MANIC SHINE beweist, dass Mulit-Kulti und verschiedene ethnische Hintergründe keine Hindernisse bei der Bandgründung sein müssen. Schließlich wurden die Brüder Orren und Tamir Karp am Fuße der israelischen Golan-Höhen geboren, zogen im Kindergartenalter jedoch Richtung Schottland, während der Sänger Ozzie Rogers in London das Licht der Welt erblickte und in Dubai mit seiner syrischen Mutter und seinem englischen Vater aufwuchs. Einzig Bassmann James Hutchinson hat sein ganzes Leben auf dem britischen Eiland zugebracht. 2010 gegründet, hat der Vierer im vergangenen Jahr sein Debüt „Let Go Or Be Dragged“ veröffentlicht, das digital auch den Kontinent erreicht hat.

Zu hören gibt es einen Sound aus progressivem Rock mit atmosphärischem Synthie-Lärm, außergewöhnlichen Gitarrensoli, ständigen Tempi- und Taktwechseln und fetten Grooves. Das Ganze beginnt mit dem Opener „Tin Crown Kings“ in einer Weise, die an ein energiegeladenes Konglomerat aus MUSE und den RED HOT CHILI PEPPERS erinnert. Mal trällert Ozzie seine Lyrics, mal knurrt er mehr ins Mikro als dass er singt. „(S)Words“ zeigt sich noch druckvoller, während „Avarice“ mit Hilfe funkiger Versatzstücke mit den Geschwindigkeiten spielt. SYSTEM OF A DOWN lassen grüßen, bevor sich das gitarrenverliebte „Shattershot“ im fordernden Midtempo in die Gehörgänge frisst. „Use Your Horizon“ geht die Sache ungleich straighter an: ab durch die Mitte und fertig! Dafür frickelt das nachfolgende „Leatherface“ erneut auf das Feinste, ehe „Libra“ mit entspannt-verträumten Melodien übernimmt. Als erste Singleauskopplung haben die Herrschaften das temperamentvolle „Weightless“ auserkoren, das abermals in die Vollen geht und ein abwechslungsreiches Zwiegespräch zwischen der Rhythmusfraktion und den Krachlatten liefert. Rauschartig schließt sich „Fiendish Means“ an und betont mit geheimnisvollen Tonfolgen die Prog-Anteile der Nummer. Bleibt noch das finale „Siren“, mit dem das Quartett seinen Erstling entspannt rockend enden lässt.

Neben den bereits genannten Bands MUSE, RHCP und SOAD seien als Referenzen noch RUSH, PORCUPINE TREE, INCUBUS, RIVERSIDE und RAGE OF THE MACHINE genannt. In diesem Spannungsfeld zelebrieren THE MANIC SHINE „Let Go Or Be Dragged“ mit einer eigenständigen Rezeptur, die wohlklingendes Ohrenfutter serviert.

 

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