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THE MONOLITH DEATHCULT - Trivmvirate

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Artist THE MONOLITH DEATHCULT
Title Trivmvirate
Homepage THE MONOLITH DEATHCULT
Label TWILIGHT
Leserbewertung
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8.0/10 (4 Bewertungen)

Diese holländische Death Metal-Dampfwalze hat mich vor gut 3 Jahren mit ihrem Killer-Album “The White Crematorium” so ziemlich aus dem Nichts weggepustet! Und das vor allem, wo die Niederländer zwar alles bieten, was eine brutale und versierte Death Metal-Combo so ausmacht, aber zusätzlich noch viel Wert auf Abwechslung und besondere Sound-Details legen. Kleine Dinge, die aber vieles ausmachen! Dazu verarbeiten unsere Nachbarn nicht nur einfach die üblichen Horror und Hass-Themen in ihren Songs, sondern bieten einen tiefgehenden Hintergrund.

War beim Vorgänger noch das sibirische „weiße Krematorium“ des Despoten Stalin die Grundlage, so haben sich die niederländischen Geschichtsfreaks dieses Mal von den Werken des John Keats („La belle Dame sans Merci) und Thomas Hardy („On the Convergence of the twain“) inspirieren lassen. TMD präsentieren mit „Trivmvirate“ 60 Minuten brachialen, vielseitigen und vor allem atmosphärischen Death Metal allererster Klasse! Die teils bis an die 14 Minuten dauernden Songs basieren natürlich auf technisch-brutalem US-Death Metal, beinhalten aber auch packende Spannungsbögen und atmosphärische Passagen, die keinerlei Langeweile oder Monotonie aufkommen lassen. Um das Ziel zu erreichen und die eigenen Vorstellungen perfekt umzusetzen, bedient sich der Todeskult dazu noch moderner Elektro-Effekte, setzen gezielt vertrackte Breaks ein und platzieren auch mal orchestrale Einschübe, wie man es sonst nur von den großen NILE kennen. Als bestes Beispiel für diese Kombination muss hier das Monster „Deus Ex Machina“ angeführt werden, das alles beinhaltet, was „Trivmvirate“ so eindrucksvoll macht! Beim abschließenden „Den Ensomme Nordens Dronning“ bedient man sich dann mal eben der Riffs von AJ van Drenth (BEYOND BELIEF) aus dessen Song „Blood Beach“ und verpasset „Demigod“ eine gehörige Note vom Soundtrack des „Pate II“-Klassikers. Für uns Deutsche sticht unter den mächtigen Death Metal-Kunstwerken besonders das „Kindertodeslied“ heraus. Ein Song, der mit dem Sample „Mein Führer, die erfolgreichsten Panzerjäger der Berliner Hitlerjugend, angetreten!“, Industrial-Sounds und weiteren Einspielungen der Marke „Wir werden die Stellung halten, bis zum letzten Mann. Wir werden zurückschiessen. Wir haben es dem Führer geschworen!“ auftritt und mit harten deutschen und sehr umstrittenen Lyrics aufwartet, sorgt natürlich für Gesprächsstoff! Dabei beziehen THE MONOLITH DEATHCULT hier keineswegs eine politische Stellung, sondern verarbeiten im „Kindertodeslied“ musikalisch das grausame Schicksal von Inge & Peter aus dem Film „Der Untergang“. So vertonen die Deather den grässlichen Mißbrauch der Kinder Berlins, welche im Mai 1945 vernebelt durch die Gehirnwäsche bis zuletzt „ihr“ Reich verteidigten. Dies dargestellt aus der Sicht eines 12-jährigen Kindes und mit einem Sound-Mix aus Death Metal, RAMMSTEIN und LAIBACH macht „Kindertodeslied“ ergreifend, tiefgehend und erschütternd!

Kurz und bündig: „Trivmvirate“ ist ein weiteres Meisterwerk aus der Feder des MONOLITH DEATHCULTs!

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