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THE MOOG - Razzmatazz Orfeum

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Artist THE MOOG
Title Razzmatazz Orfeum
Homepage THE MOOG
Label INDIA RECORDS
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Musik aus Ungarn – so wahnsinnig häufig kommt mir keine Mucke aus dem Land von Paprika und Gulaschsuppe unter und vermutlich hätte ich THE MOOG akustisch auch weniger in Budapest denn in New York, Great Britain oder Schweden angesiedelt. Seit 2004 gibt es den Fünfer, der mit seinem Debüt „Sold For Tomorrow“ einen Mix aus Power-Pop und Sixties-Garagenrock präsentierte und beim Nachfolger „Razzmatazz Orfeum“ neuerdings noch Art- und Post-Punk, Elektro-Pop, Glam-Punk, Gothic-Wave und Brit-Pop ins Rennen schickt.

Auf dem Papier klingt das erst einmal nach einem ziemlich kruden Durcheinander, doch schon beim Hören des Openers „This Is Horror“ zeichnet sich ab, dass es der treibende Rhythmus und die hochfliegenden Gitarrenlinien, die sich mit dem empathischen Gesang von Tonyo Szabo (der auch an den Keys aktiv ist) vereinen, durchaus in sich haben. Mit „Panic“ geht es mit nervös-hektischen Beats und mäandernden Langäxten weiter, ehe es dank „You Raised A Vampire“ eine waschechte Goth-Rock-Dance-Hymne mit viel Drive auf die Mütze gibt. Es folgt eine synthiellastige Rockballade amerikanischer Machart, die auf den Namen „When I See You“ hört und auch „Can’t Say No, Can’t Say Yes“ bleibt hochemotional. Der Abwechslung wegen setzt „Lost Day“ auf flotten Brit-Pop, der in Sachen Spritzigkeit noch von „Joyclad Armies“ getoppt wird. Turbulent schließt sich auch das eingängige „Sphinx“ an, um mit Sixties-Handclap-Sounds „Make Me Happy“ zu fordern. Bei „Self And Soul“ schraubt Tonyo seine Stimme in schwindelerregende Falsettgesang-Höhen, ehe er mit dem gut gelaunten „Mina“ seine Verehrung für Mina Harker aus Bram Stokers „Dracula“ zum Ausdruck bringt. Schwere Klavierakkorde prägen derweil „Epilogue“, das vom aufgeräumten Bonus „Don’t Go“ auf der Zielgeraden abgelöst wird.

Die Brit-Pop-Anleihen sind auf „Razzmatazz Orfeum“ unüberhörbar, aber auch die skandinavischen Goth-Rocker haben ihre Spuren hinterlassen. Nicht zu vergessen, die osteuropäische Verbundenheit mit allem, was Richtung Vampirismus geht und wohlige melancholische Schauer verbreitet. Ein bunter Strauß hörenswerter Songs, die abwechslungsreicher und dabei in sich stimmiger kaum sein könnten.

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