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THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION - Succubus

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Artist THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION
Title Succubus
Homepage THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION
Label AD NOISEAM
Leserbewertung
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Also, da musste ich nicht lange überlegen, woran mich „Succubus“ von THE MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION gemahnt, denn vor gar nicht allzu langer Zeit fiel mir dir EP eines gewissen KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLEs in die Hände, die zwar nicht ganz so furchteinflößend aufspielte wie „Succubus“, mir aber doch auch schon einige kalte Schauer über den Rücken jagte. Nun wird der noch bösere Zwilling auf den Hörer losgelassen und wie der Name schon verrät, hat er den Doom dabei, langsam und bedrohlich wie einst ST. VITUS, dröhnend wie EARTH und elegisch wie Kollege BOHREN mit seinem CLUB OF GORE.
 
Hier sind auch wieder dieselben Strippenzieher am Werke, die schon das KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE aus der Traufe hoben: Jason Kohnen und Gideon Kiers. Und ganz langsam mache ich mir ernsthaft Sorgen um die Gemütsverfassung derer, die diese wirklich fast unkonsumierbaren Klangcollagen entwerfen. Da kann BOHREN & DER CLUB OF GORE schwerlich mithalten, wenn beispielsweise „The Admirals Game“ zum Schlag ausholt, anschwillt und durch Mark und Bein fährt. Ernsthaft, falls ihr das hier noch nie an eure Ohren gedrungen ist, hört es auch erstmal nicht mit dem Kopfhörer an, denn „Succubus“ verlangt seinem Hörer wirklich alles ab. Ein wenig unterschwelliges Grummeln verschiedenster Bässe und Synthies ist zudem immer vorhanden und streicht dir deine Wohnung schwarz an, wenn du nicht aufpasst. Jetzt aber mal Butter bei die Fische, wenn ich also jetzt noch mit MILES DAVIS’ „Bitches Brew“ um die Ecke komme, muss klar sein, was davon zu halten ist. Auch wenn sich dieses Album selten bis gar nicht hören lässt, ist es ein produktionstechnisches Meisterwerk. Es ist Kunst, die Sorte Kunst, die für sich selbst steht, die eigentlich keiner Erklärung bedarf. Nichts desto Trotz muss ich ja wenigstens einen Denkanstoß liefern, sonst hört sich das hier keiner freiwillig an.
 
Und als sei das noch nicht arty genug, scheint es so zu sein, dass „Succubus“ eine Art nachträglicher Score für JESUS FRANCOs Erotik-Schundklassiker „Geträumte Sünden“ von 1968 darstellt (siehe auch das Cover Artwork). Wenn diese Klänge auch nur annähernd die Handlung dieses Fils widerspiegeln (Handlung? Bei Jess Franco Filmen??? – Anm. der Red.), werde ich wohl für immer zu feige sein, ihn mir anzusehen. Allerdings gut möglich, dass ich mir dieses außergewöhnliche Album wieder anhöre, wohl aber nicht allzu oft.

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