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THE NUDE PARTY - s/t

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Artist THE NUDE PARTY
Title s/t
Homepage THE NUDE PARTY
Label NEW WEST RECORDS
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THE NUDE PARTY wurde 2012 in einem Studentenwohnheim in North Carolina gegründet. Im darauffolgenden Sommer quartierte sich die Band in einem Haus am See außerhalb der Stadt ein und entwickelten ihren eigenen Sound. Zwischendurch kamen immer wieder Freunde zum Schwimmen und Feiern vorbei und nach kurzer Zeit entwickelte sich eine Gruppenbesessenheit, nackt herumzulaufen. Auch das Publikum wurde schnell von der bloßen Ehrlichkeit ihrer Auftritte mitgerissen und feierte gerne mal „nude“. Während diese Tradition Außenstehenden etwas gewagt erscheinen mag, erklärt die Band: „These weren’t orgies, they weren’t sexual even. It was just kind of a wild exhibitionism that we felt gave us freedom.” – womit dann auch der Name dieser 60er/70er-Rock’n’Roll-Boner-Pop-Kapelle geklärt wäre. Die sechsköpfige Combo verbindet eine tiefe Freundschaft sowie ihre musikalische Mission. Alle leben gemeinsam in einem Haus, was möglicherweise auch die unheimliche Chemie, die Ästhetik und den besonderen Klang des selbstbetitelten Erstlings erklärt.

Nach der Namensgebung begannen sie übrigens ironischerweise bekleidet zu spielen. Kurz darauf gingen sie zudem auf ihre erste nationale Tournee und fanden bald im BLACK-LIPS-Schlagzeuger Oakley Munson einen Mentor, der ihre erste EP „Hot Tub“ produzierte und auch beim Langspiel-Debüt hinter den Reglern saß. Gemeinsam mit Mr. Munson haben Patton Magee  und Shaun Couture (beide Gitarre & Gesang), Alec Castillo (Bass & Gesang), Don Merrill (Orgel, Piano & Gesang), Austin Brose (Percussion & Gesang) sowie Connor Mikita (Dums & Kuhglocke) elf Songs eingespielt, die jeder für sich seinen ganz eigenen Stil hat und dennoch in der Gesamtheit stimmig daherkommen. So jault beim Opener „Water On Mars“ zunächst die Orgel, bevor „Feels Alright“ in der Tat mit Feelgood-Piano-Akkorden gute Laune verbreitet und der „Chevrolet Van“ eine Pedal Steel Guitar auf die unkonventionelle Reise schickt. Rhythmusbetont übernimmt „Paper Trail (Money)“, ehe zu „War Is Coming“ eine psychedelische Orgel an die STONES gemahnt, was sich bei der nachfolgenden Blues-Nummer „Records“ fortsetzt, da die Vocals eindeutig an den guten Mick erinnern. Derweil versprüht der Beat-Track „Live Like Me“ QUESTION MARK & ​​THE MYSTERIANS-Vibes, während sich „Gringo Che“ und „Wild Coyote“ für den nächsten Tarantino-Streifen empfehlen, der bevorzugt in den Sixties und in Wüstengefilden spielen sollte. Äußerst smooth kommt der „Astral Man“ daher und am Ende wird es mit dem instrumentalen „Charlies Sheep“ gar ein wenig dramatisch.

Auch wenn THE NUDE PARTY mit ihrem selbstbetitelten Silberling ihr Erstlingswerk abgeliefert haben, hört man zu jedem Zeitpunkt, dass dieses halbe Dutzend eindeutig schon länger gemeinsam Musik macht. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und changieren gekonnt zwischen Blues, Beat, Country und Hard Rock, der seinen Ursprung in den Sechzigern und Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts hat. Vermutlich fand die musikalische Sozialisierung am elterlichen Plattenschrank statt und sie darf zweifellos als geglückt bezeichnet werden.

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