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THE OFFSPRING - Rise and Fall, Rage and Grace

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Artist THE OFFSPRING
Title Rise and Fall, Rage and Grace
Homepage THE OFFSPRING
Label SONYBMG
Leserbewertung
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7.8/10 (6 Bewertungen)

Hach, was fühlt man sich in seine Jugend-Tage zurückversetzt, hört man den Namen THE OFFSPRING. Was hat man damals zu Songs wie „Come out and Play“, „Self Esteem“ und „Gotta get away“ die Tanzfläche seines Lieblingclubs gerockt. Doch mit dem Erfolg kommt auch oft die Ernüchterung. So sind „Pretty Fly (for a White Guy)“ oder „Why don’t you get a Job?“ sicherlich nicht gerade Vorzeige-Punkrocksongs. Aber neben den Kommerz-Singles hatten THE OFFSPRING mit “The Kids aren’t alright”, „Gone away“ oder „All I want“ eigentlich immer erstklassige Kracher in Petto.

Fünf Jahre Pause und die Ankündigung, „neues Territorium“ erschlossen zu haben, lassen den Fan schon mal skeptisch werden. Die Single „Hammerhead“ zerstreute solche Gedanken allerdings, geht dieser Track doch in klassischer OFFSPRING-Manier nach vorne und überzeugt durch knallige Uptempo-Riffs und natürlich den typischen Mitsing-Refrain. „Alles im Lot“ denkt sich der Anhänger, krallt sich das Album und bekommt beim Opener „Half-Truism“ erstmal einen Schock! Denn dieser Song geht zwar erstmal Noddles-/ Holland-typisch los, entwickelt sich dann aber zu einem Emo-Ohrwurm sondergleichen. Keine Frage, dieser packende und melodische Refrain dürfte in Verbindung mit den treibenden Parts die Tanzflächen mit „Kirschen-Mädels“ prächtig füllen, aber DAS sind nicht THE OFFSPRING! „Trust in you“, „You’re gonna go far, Kid“, „Stuff is messed up“ und eben die Single „Hammerhead“ lassen dann den polarisierenden Opener durch puren THE OFFSPRING-Sound mit drückenden Punkrock-Riffs, Hymnen-Refrains und treibende Drums schnell vergessen. Die Freude wird aber dann doch mal von poppig-balladesken Einschüben wie „Fix you“ oder „Kristy, are you doing okay?“ mächtig geschmälert. Wie tiefsinnige und ergreifende Rockballaden klingen müssen, haben die US-Rocker mit u.a. „Gone away“ doch selbst gezeigt!

So kann man „Rise and Fall, Rage and Grace“ nur als überaus passenden Album-Titel bezeichnen. Denn auf der Platte gibt es Auf und Abs in Form von Punkrock-Knallern („Hammerhead“, „Trust in You“), dem potenziellen Mainstream-Hit („Half-Truism“) und total überflüssigen Pop-Songs („Kristy, are you doing okay?“, „Fix you“). Fans können durchaus ohne Zögern zugreifen, solange man auf die eine oder andere nicht so positive Überraschung vorbereitet ist.

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