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THE OLD DEAD TREE - The Water Fields

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Artist THE OLD DEAD TREE
Title The Water Fields
Homepage THE OLD DEAD TREE
Label SEASON OF MIST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.5/10 (6 Bewertungen)

Um es gleich schon mal vorweg zu nehmen: Auch mit ihrem dritten Album „The Water Fields“ haben THE OLD DEAD TREE aus Frankreich wieder mal alles richtig gemacht! Mit im Gepäck sind wie gewohnt der unverwechselbare Gesang von Manuel Munoz, der mühelos zwischen Growls und cleanen Vocals hin-und herwechselt, in einer Art, wie es nur wenigen gelingt. Die Growls wirken noch tiefer und stellenweise aggressiver, die cleanen Parts dafür sanfter. Die Stücke des Konzeptalbums gehen nahtlos ineinander über, so dass man mit der Zeit regelrecht in den Melodien versinkt. Sie nehmen einen gleichsam gefangen, umgeben einen und lassen alles um sich herum erstmal zurück. Und wenn das gelingt, ist man genau an dem Punkt angekommen, den THE OLD DEAD TREE auch für den Hörer “geplant” haben. Sie bezeichnen „The Water Fields“ nämlich als einen imaginären Ort, an dem man quasi „Zuflucht vor den alltäglichen Schmerzen und Zweifeln findet“.

Ohne Widerworte, das ist ihnen auf jeden Fall gelungen. An dieser Stelle vielleicht einmal ein kleines Zitat von Sänger Manuel : „This is a concept album about avoidance, kidding oneself, and the urge we have to hide from reality and to remain passive when we are on tenterhooks…“. Genau diesen Dingen kann man wohl sehr gut entkommen, wenn man sich einfach mal auf die Musik einlässt. Das ist dann auch wieder einmal der Punkt, an dem es mir schwer fällt, die Band einem Genre zuzuordnen. Progressiv sind sie, ja, doomig und dunkel ebenfalls. Aber dennoch: Die richtige Schublade fehlt irgendwie. In Frankreich werden sie als „Métal atmosphérique“ bezeichnet, dem schließe ich mich an, THE OLD DEAD TREE spielen atmosphärischen Metal. Und da sie sich in Bälde auch auf Tour begeben, um das neue Album zu promoten (zusammen mit DEADSOUL TRIBE – passt perfekt zusammen!), sei angemerkt, dass die Musik live noch um einiges intensiver wirkt. Ansehen! Die aktuelle Scheibe kann problemlos an die Qualität der Vorgängeralben anschließen, sie sogar übertreffen, denn das Ganze wirkt insgesamt noch reifer, sowohl in Sachen Sound, als auch beim Songwriting an sich. Dunkler geworden sind sie auch, eine ganze Ecke sogar und eine Spur härter. Was soll man sagen? All diese „Verbesserungen“ haben dem Album richtig gut getan, es wirkt noch abwechslungsreicher und obendrein ist die Scheibe vollgepackt mit Emotionen jedweder Art.

Definitiv eines der Alben, die viel zu kurz sind… nach knapp einer dreiviertel Stunde Realitätsflucht wird man, ob man will oder nicht, wieder in eben jene zurückbefördert. Da hilft nur eins: Auf Repeat drücken und weiterhören! Denn das kann man bei „The Water Fields“ aufgrund der Vielschichtigkeit und des Detailreichtums problemlos tun – es gibt immer wieder Neues zu entdecken! Allen, die die beiden Vorgängeralben bereits besitzen, sei auch die neue Scheibe wärmstens empfohlen. Allen anderen ebenso und dazu auch gleich die Empfehlung, sich bei Gefallen die anderen CDs zuzulegen.

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