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THE ORCHANIC - Vermillion Island

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Artist THE ORCHANIC
Title Vermillion Island
Homepage THE ORCHANIC
Label KULTURKATZE
Leserbewertung
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9.3/10 (10 Bewertungen)

Weil Marcus Jacob (Gesang & Gitarre), Jonas Hiestermann (Bass & Gesang), Tilo Schmutzler (Gitarre & Gesang) und Steve Ziegenhardt (Drums & Gesang) keinen Bock mehr auf den Radio-Einheitsbrei hatten, beschlossen die Leipziger, selbst aktiv zu werden und gründeten THE ORCHANIC, um die Musik zu machen, auf die sie Bock hatten und die sie hören wollten. „Vermillion Island“ ist das Alternative-Rock-Ergebnis des Vierers, der sich für die Aufnahmen zu ihrem Erstling erfahrene Hilfe in Koblenz suchten. Dort hat Kurt Ebelhäuser (BLACKMAIL) sein Tonstudio 45 und wer schon Alben von LONG DISTANCE CALLING, den GUANO APES und der DONOTS veredelt hat, dürfte für den rohen, analogen und organischen Sound der Sachsen eine gute Wahl sein.

So gibt es an der Produktion des Debüts auch nichts auszusetzen, und auch in Sachen Abwechslungsreichtum und Spielfreude zeigen THE ORCHANIC Klasse. Entsprechend bleibt bereits der Opener „Sophia“ mit seinem hymnischen Refrain im Ohr und auch das verspielte „Everything Is Grey“ macht Lust auf mehr. Druckvoll und mit progressiven Einsprengseln schließt sich „Paper Planes“ an, bevor „Conquistador“ und „New Skin“ Tempo machen, ehe „Stillborn“ einen Gang runterschaltet, um dann mit dem treibenden „When Sarah Cries“ wieder in die rockigen Vollen zu gehen. Mit jaulenden Gitarren übernimmt das pulsierende „Mexican Standoff“, während „B-Movie Drama Queen“ nachdenkliche Töne anschlägt und das balladeske „Whatever Makes You Happy“ als Ode an die Einsamkeit daherkommt. „John Doe“ gibt im Folgenden erneut Gas und zum riffigen „White Lies“ darf gern auch mal getanzt werden. Bleibt noch das finale „Astronaut“, mit dem THE ORCHANIC den Alternative-Prog-Rock-Faden noch einmal gekonnt aufnehmen.

THE ORCHANIC und „Vermillion Island“ sei insbesondere Freunden des Alternative Rocks vom Schlage der FOO FIGHTERS, INCUBUS oder auch AUDIOSLAVE empfohlen. Diese Kapellen standen zweifellos Pate für den Sound der vier Jungs, denen es jedoch gelungen ist, ihren ganz eigenen Sound zu kreieren, woran nicht unwesentlich auch Marcus spezielle gesangliche Klangfarbe beteiligt ist.

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