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THE PERMS - Keeps You Up When You’re Down

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Artist THE PERMS
Title Keeps You Up When You’re Down
Homepage THE PERMS
Label HUGTIGHT RECORDS
Leserbewertung
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Muss mir eine Band, die sich THE PERMS („Die Dauerwellen”) nennt Angst machen? Ich erinnere mich noch gut an die Achtziger, in denen sich so ziemlich jeder Typ, der sich für hard & heavy hielt, von seiner Freundin eine Heimdauerwelle verpassen ließ, um in der heimischen Disse mit Jon BonJovi und Konsorten mithalten zu können. In Winnipeg/ Kanada wird das wohl nicht anders gewesen sein, aber wenn die drei Jungs von THE PERMS jemals künstlich gelockte Matten hatten, dann haben sie sich inzwischen davon verabschiedet, auch wenn der Sound auf ihrer vierten Full Length „Keeps You Up When You’re Down“ bisweilen durchaus ein wenig retro klingt.

Wobei der Opener „Give Me All Your Lovin’“ keinesfalls ein ZZ-TOP-Cover ist, sondern eher an den Sound von CHEAP TRICK erinnert. Ähnliches gilt für das rhythmusbetonte „As You Were“ oder „Things Left Unsaid“, mit dem THE PERMS auch in College-Rock-Kreisen punkten können. Dahin gehört zweifelsohne auch „Running Away“, das mit eingängigen Melodien ins Ohr geht, ehe „World To Me“ mit allerlei Uhhs und Ahhs Richtung FOO FIGHTERS changiert. Bei den PERMS haben die Langäxte durchgängig gut zu tun, so auch bei der Midtempo-Nummer „The Mess“ und dem pompösen „You Don’t Know“. Mit „Nightshift“ wandelt der flotte Dreier erneut auf Seventies-Rock-Wegen, während sich „Who Are You Fooling“ ebenso wie „Big Mistake“ aufmacht, gute Laune zu verbreiten. Auf dieser Schiene funktioniert auch „It Won’t Hurt At All“ mit mainstreamigen Have-Fun-Hooks; allzu Tiefgründiges sollte man von THE PERMS nicht erwarten, nur ganz zum Schluss werden die Kanadier mit „Salvation“ zumindest für einen kurzen Moment etwas nachdenklicher, um dann wieder radiotauglich nach vorn zu rocken.

Damit werden THE PERMS hierzulande vermutlich nicht viel reißen können. Die Mucke ist zweifellos nett anzuhören, aber Ami-College-Rock läuft einfach in Nordamerika besser. An deutschen Unis steht die Studentenschaft eher auf Indie und auch wenn „Keeps You Up When You’re Down“ im Vergleich mit anderen Vertretern des Genres nicht übermäßig glatt gebügelt daher kommt, fehlen unterm Strich die Haken und Ösen, die dafür sorgen, dass das Gehörte auch hängen bleibt.

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