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THE PHOENIX FOUNDATION - Fandango

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Artist THE PHOENIX FOUNDATION
Title Fandango
Homepage THE PHOENIX FOUNDATION
Label MEMPHIS INDUSTRIES
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Die PHOENIX FOUNDATION ist das musikalische Aushängeschild Wellingtons und offensichtlich sieht man auch in Neuseeland Mac Gyver, denn nach der fiktiven Forschungsorganisation, für die der Mann mit dem Schweizer Messer und dem Klebeband unterwegs war, haben Conrad Wedde (Gitarre & Keyboard), Samuel Flynn Scott und Lukasz Buda (beide Gesang & Gitarre) 1997 ihre Kapelle benannt. 2001 wurde das Personal aufgestockt und nach mehreren Umbesetzungen kümmert sich Tom Callwood um Bass und Gesang, während Chris O’Connor die Felle bearbeitet und Will Rickets für Percussion und Keys verantwortlich zeichnet. Auf dem Zettel haben die Kiwis progressiven Indie-Rock, der aktuell mit der fünften Langrille „Fandango“ in den Startlöchern steht.

Satte 77 Minuten lässt sich das Sextett Zeit, um den psychedelisch angehauchten Prog-Rock unters Volk zu bringen. Für die zwölf Songs waren THE PHOENIX FOUNDATION über 15 Monate in vier verschiedenen Studios – gut Ding will eben Weile und die richtige Umgebung haben. Mit den dunklen Klängen von „Black Mould“ startet die Langrille in Slow Motion, um vermittels „Modern Rock“ mehrstimmigen Psych-Folk hinterherzuschicken. „The Captain“ ist die erste Singleauskopplung, welche als melancholische Ballade daherkommt, für deren Vocals Lukasz Buda zuständig ist. Im entspannten Midtempo schließt sich „Thames Soup“ an und auch „Evolution Did“ lässt sich ebenso wie „Inside Me Dead“ nicht aus der Ruhe bringen. Hektisch geht es bei der PHOENIX FOUNDATION vermutlich niemals zu, denn auch „Corale“ ruht in sich, um zum Ende hin eine gewisse Spannung aufzubauen, die mit geheimnisvoll-verzerrten Stimmen einhergeht. Vogelgezwitscher eröffnet derweil das beschwingte „Supermutant“, während mit dem verspielten „Walls“ tatsächlich das Tempo anzieht. Das rhythmusbetonte „Morning Riff“ schaltet kurze Zeit später jedoch wieder einen Gang zurück, wohingegen „Sideways Glance“ mit smoothen Keyboard-Klängen ums Eck kommt. Über nahezu 18 Minuten Spielzeit zelebriert der Sechser das finale „Friendly Society“ als psychedelisches Epos, bei dem noch mal – in entschleunigter Weise – alle Register gezogen werden.

Bei aller Getragenheit versteht es die PHOENIX FOUNDATION, den nötigen Druck aufzubauen, um den Hörer zu fesseln. Die Kombination aus psychedelischen, progressiven, countryesken und Indie-Rock-Pop-Anteilen geht ins Ohr und lässt die Hektik des Alltags für einen Moment vergessen.

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