| Artist | THE PINPRICKS |
| Title | This Stuff Is Poison |
| Homepage | THE PINPRICKS |
| Label | SKILL MUSIC |
| Leserbewertung |
Hinter den 2018 gegründeten THE PINPRICKS stecken die Sängerin und Gitarristin Ronja Kaminsky und ihr Bass spielender Partner Nils Degenhardt. Live werden sie nach eigenen Angaben von fest eingerittenen Schlagzeugern begleitet, wobei auf der Homepage und auch im Digipak noch der Drummer Gerrit Drude zu sehen ist. Zuhause ist man auf jeden Fall in Kiel und auf dem Zettel steht bei den Nordlichtern ein energiegeladener Mix aus Punk- und Garagerock, Indie, ein bisschen Eighties und Nineties, vereinzelten Heavy-Momenten und einem eingängiges Hook-Feuerwerk.
Als Inspiration werden die Jungs von ROYAL BLOOD genannt, im Plattenschrank stehen vermutlich jedoch auch Alben von MUSE, PLACEBO, BLONDIE oder den PRETTY RECKLESS. Fest steht, dass THE PINPRICKS nicht lange fackeln, denn mit ihrem Opener „Sugar K“ geht’s gleich mal in die Vollen. Die hochenergetische Nummer ist absolut mitreißend und macht Lust auf mehr. Das nachfolgende „Killing Trap“ lässt sich da nicht lumpen und übernimmt mit rotzigen Vocals und treibenden Melodien, was in ähnlicher Weise auch für das extrem tanzbare „I’m Not Sorry“ gilt. „No More No“ zeigt sich im Anschluss bassdominiert und nicht minder knackig, während ich im feinen Geschrammel der Vorab-Single „Anyway“ eine gewisse Nähe zu den PIXIES zu hören meine. „If You Only Had The Time“ treibt es erneut straight nach vorn und auch „Tell Me Mother“ mag es knackig. Ronja, die üblicherweise mit ihrer Stimme amtlich ballert, klingt beim schwungvollen „I Just Wanna Feel“ zunächst fast mädchenhaft, doch keine Angst, auch dieser Track macht keine Gefangenen! Highspeed steht derweil dank „Figure It Out“ auf dem Programm und auch „The Drugs“ hält nichts davon, vom Gas zu gehen. In diesem Sinne folgt mit dem finalen „Stupid“ ein fetter Abriss – das waren zweifellos 30 wirklich schweißtreibende Minuten!
Ronja Kaminsky wurde von der Presse in der Vergangenheit bereits als die uneheliche Tochter von JANIS JOPLIN und SHERYL CROW bezeichnet, in meinen Augen steckt sogar noch eine Spur mehr Feuer in der Dame, die ihre Mannen ganz offensichtlich bestens im Griff hat. Sie weiß auch am Sechssaiter zu überzeugen und die Rhythmusfraktion lässt ebenfalls nichts anbrennen.The PINPRICKS verteilen mit „THis Stuff Is Poison“ weitaus mehr als nur Nadelstiche! Nach drei EPs haben die Kieler mit ihrem Langspiel-Debüt richtig zugelangt.

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