Band Filter

Request did not return a valid result

THE RASMUS - Dead Letters

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE RASMUS
Title Dead Letters
Homepage THE RASMUS
Label MOTOR MUSIC/ UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (3 Bewertungen)

Auf verschlungenen Pfaden landete plötzlich die neue CD der finnischen Chartstürmer THE RASMUS auf meinem Schreibtisch. Und schon beim zweiten Song schaute der Rezensent verwundert, denn das hatte er doch schon des öfteren im Kommerzradio gehört, welches er auf der Arbeit zwangsweise hören muss. Damit nicht genug, der Sportsender DSF benutzt „In the Shadows“ sogar als Hintergrundbeschallung für den neuen Bundesliga Trailer. Damit hat man es als Band doch geschafft, oder?

Jetzt mussten weitere Infos her und siehe da, die 4 Finnen sind überhaupt keine Newcomer, zumindest in ihrer Heimat nicht. Schon Anfang der 90er stand man noch im zarten Teenager Alter auf der Bühne, 1996 erschien das Debüt-Album „Peep“, dem bis heute noch 4 weitere folgen sollten. Der Rest ist Geschichte: Man erreichte Gold- und Platinplatten, den finnischen „Emma“ (das Äquivalent zum „Grammy“) und sozusagen fast eine Garantie auf vordere Chart-Platzierungen. Wobei wir ja wissen, dass die Finnen sowieso einen wesentlich besseren Geschmack als die „Superstar-verseuchten“ Deutschen haben. Die schon angesprochene Single „In the Shadows“ erschien in Nordeuropa schon Anfang des Jahres, wurde hier aber erst in den letzten Wochen zum Chartbreaker und konnte sich auch in den deutschen Top 20 der Media Control-Charts festsetzen. Ergebnis: Das Album „Dead Letters“ wurde ganze 6 Wochen vorgezogen, um vom Hype zu profitieren, legitim ist das sicher.

Das Konzept des Albums ist einfach, jeder Song stellt einen fiktiven Brief dar, in dem es um Schmerz, enttäuschte Liebe und ähnlich unsoziales Zeugs geht. Angeblich hat man sich im Bandgefüge in letzter Zeit Unmengen Horrorfilme reingezogen, was die Lyrics maßgeblich beeinflusst hat (macht die Jungs in meinen Augen sehr sympathisch!). Die Aufnahmen entstanden wieder in Schweden mit den Stamm-Produzenten Nord Anderson und Hansen. Und was für tolle Lieder da aufs digitale Master gebrannt wurden. Im Gegensatz zu manch anderen Spezialisten ist es eben nicht nur die Single, die einen hohen Qualitätsstandard liefert. Egal ob es getragener („Funeral Song“) oder rockiger (die überwiegende Mehrheit) zur Sache geht, die Songs gehen ins Ohr und bieten eine perfekte Verschmelzung von Melancholie und Härte. Mal wird man augenscheinlich an HIM erinnert, dann wieder an die melodisch gesungenen Parts von LINKIN’ PARK und Konsorten. Wobei Lauri Ylönen für mich wie die skandinavische Ausgabe von STING klingt, schön kehlig und einprägsam.

Von der ersten Hälfte des Albums könnte man jeden Track guten Gewissens auskoppeln, ohne dass man Gewinneinbußen zu befürchten hätte und dennoch hat man nicht das Gefühl, es mit einer reinen Kommerzband zu tun zu haben (obwohl das Teile der Redaktion anders sehen…). Jetzt muss das Quartett in Deutschland nur noch ein wenig mehr Live-Präsenz zeigen, der Anfang wird bald auf der Popkomm gemacht. Ein einfach nur schönes Album zum Immer-Wieder-Eintauchen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

THE RASMUS - Weitere Rezensionen

Mehr zu THE RASMUS