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THE RIFLES - Great Escape

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Artist THE RIFLES
Title Great Escape
Homepage THE RIFLES
Label SIXSEVENNINE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zweieinhalb Jahre nach ihrem hoch gelobten Debüt „No Love Lost“ legen THE RIFLES jetzt den lang erwarteten Zweitling „Great Escape“ nach. Die vier Londoner, denen PAUL WELLER „ziemlich gute Frisuren“ bestätigte und die zu Graham Coxons (ex-BLUR) Lieblingsbands zählen, haben sich Zeit gelassen mit dem Nachfolger bzw. waren einfach permanent auf Tour, um ihre Musik unters Volk zu bringen. Irgendwann ging es jedoch auf einen Bauernhof in Norfolk, wo Luke, Joel, Rob und Grant nicht nur gefischt und sich draußen rumgetrieben haben, sondern fleißig einen neuen RIFLES-Sound entwickelten.

Insgesamt elf Stücke haben es schlussendlich auf den aktuellen Silberling geschafft und gleich der Opener „Science In Violence“ gibt ordentlich in Gas und gefällt in guter alter Brit-Pop-Manier. Die eingängige Vorabsingle „The Great Escape“ sorgt mit rhythmusverliebten Handclaps und Streichern für gute Laune – überhaupt: die Streicher: Gerade beim epischen „The General“, das dem Boxer Mike Tyson gewidmet ist, sorgen die Gastmusiker für den letzten Schliff, doch auch die RIFLES- Stammbesetzung lässt sich nicht lumpen und geht in die Vollen. Dank des verwendeten Mellotrons erinnert „For The Meantime“ an „Strawberry Fields“ von den BEATLES, während eine wunderschönes Geigenarrangement zu hören ist, das gerade mal in fünf Minuten aus dem Ärmel geschüttelt wurde und die ungewohnt leise Töne der Briten begleitet. Ansonsten gibt es mit „Fall To Sorrow“, „Winter Calls“ oder auch „Out In The Past“ wieder am Northern Soul orientierte Hymnen am laufenden Band. Nicht minder schwungvoll präsentiert sich „Sometimes“, wohingegen „Toerag“ es gemächlicher angehen lässt. „History“ klingt ein wenig nach FISCHER-Z-New-Wave, bevor „Romeo And Julie“ es wieder gitarrendominiert krachen lassen.

Nach einem positiv aufgenommenen Start geht oft die Angst um, ob denn wohl das Potenzial auch noch für weitere Langrillen reicht. Glücklicherweise muss sich „Great Escape“ nicht hinter seinem Vorgänger verstecken und sollte THE RIFLES, die bisher irgendwie immer im Schatten von Kapellen wie den KAISER CHIEFS oder den ARCTIC MONKEYS standen, endlich stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Die Jungs bleiben sich auf jeden Fall treu und touren erst einmal wieder durch die Clubs und werden im April auch in Deutschland unterwegs sein. Nicht entgehen lassen, denn der frische Brit-Pop-Sound macht live und als Konserve wirklich Spaß!

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