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THE SIRENS OF TITAN - Apocalypse Sessions

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Artist THE SIRENS OF TITAN
Title Apocalypse Sessions
Homepage THE SIRENS OF TITAN
Label SMILE RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nun ja, mit ihrem Cover haben sich THE SIRENS OF TITAN möglicherweise nicht wirklich einen Gefallen getan. Aber wir wollen uns ja nicht mit Äußerlichkeiten aufhalten und lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Musik von „Apocalypse Sessions“, nachdem wir geklärt haben, mit wem wir es hier eigentlich zu tun haben. THE SIRENS OF TITAN sind nämlich die musikalische Inkarnation des Autors, Verlegers und Dichters John Paul Pryor (Gesang & Gitarre), der hier gemeinsame Sache mit Sami Sala (Gesang & Lead-Gitarre), Jez Leather (Gesang & Pedal Steel Guitar) und weiteren Musikern macht. Stilistisch sind TSOT in Indie-Folk-Pop-Gefilden unterwegs.

Die betreten wir nach den einführenden Worten des Openers „Ride The Storm“, der zunächst eher von schrägen Jazz-Versatzstücken als von musikalischen Tonfolgen begleitet wird. Mit dem Einsetzen der eigentlichen Musik ändert sich das jedoch und der Sound wird durchaus eingängig und radiotauglich. Das nachfolgende „Black Dog Commercial“ bringt ein wenig Melancholie vom Schlage des Herrn Cave ins Spiel, ehe sich „The Devils“ und „Sweet Surrender“ dank der Pedal Steel Guitar in nachdenklichen Country-Ecken tummeln. Das abwechslungsreiche „All That You Did“ versprüht in der Zwischenzeit Studio-Session-Vibes, bevor die Vorab-Single „Jupiter’s Son“ mit intensiven Melodien übernimmt und das reich instrumentierte „Predicting A Fall“ tiefenentspannt zur Cocktailstunde auf die Sonnenterrasse bittet. Nicht ganz so federleicht klingt „Burn It Down“, doch auch die schwermütigeren Momente der Platte wissen zu überzeugen. Ausschlaggebend ist an dieser Stelle der gemischtgeschlechtliche Duettgesang und abermals die Pedal Steel Guitar, die auch im Anschluss beim reduzierten „The Blood of Others“ für besondere Akzente sorgt. „Jojo & The Lions“ verfährt in ähnlicher Manier, doch diesmal sind es abermals die Vocals, die dem Song das gewisse Etwas verleihen. Bleibt noch „Calling All Wolves“, das noch mal erfolgreich die Country-Folk-Karte spielt, wobei natürlich auch das Wolfsgeheul nicht fehlen darf.

Ich muss gestehen, dass ich nach den Text-Eckpfeilern, die sich mit Melancholie, Sehnsucht und Grenzüberschreitungen befassen, mit mehr Seelenpein in musikalischer Form gerechnet hätte. Stattdessen zeigen sich THE SIRENS OF TITAN jedoch überraschend entspannt. Alles in allem ist „Apocalypse Sessions“ weit weg vom Weltuntergang; es sei denn selbiger zeigt sich mit Americana-Indie und einem dezenten Hang zu Psychedelik und Schrammelpop.

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