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THE SKREPPERS - Pain in the Right Place

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Artist THE SKREPPERS
Title Pain in the Right Place
Homepage THE SKREPPERS
Label UDAI RECORDS
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Wir befinden uns in der Wüste von Mexiko. In einem gestohlenen Wohnmobil fahren George Clooney und Quentin Tarantino in Richtung „Titty Twister“-Bar. Mit einer lässigen Handbewegung wirft Tarantino dem Fahrer des Wohnmobils eine CD zu und ruft „Hey, spiel mal den Scheiß hier!“. Sekunden später schallt „Psychoschitzo“ von THE SKREPPERS durch den Wagen. Clooney putzt beiläufig seine Waffe… Derartige Assoziationen springen einen förmlich an, wenn man die aktuelle Platte der SKREPPERS in den Player schiebt. Der schräge Mix aus Rock ’n’ Roll, Psychobilly und dem schnodderigen Gesang des Sängers Hiili Hilesma (alias Special K) ist wie gemacht für exzentrische Kultfilme.

Wo der Frontmann als Producer von HIM oder THE 69 EYES eher den Mainstream vertritt, erlauben sich THE SKREPPERS, ungleich sperriger zu sein. Mit grellen Organklängen und dem Mut zu Disharmonien wird selbst dem geneigten Hörer zugemutet, sich erstmal etwas einzuhören. Die Geduld lohnt sich jedoch. Schon nach kurzer Zeit bekommt man die hypnotischen Grooves von Liedern wie „He’s My Sister“ nicht mehr aus dem Kopf, und man genießt die exklusive Mischung. Vor allem die harten Riffs, wie beispielsweise in „200 Years Of Teenage Anarchy“ zu hören, überzeugen immer wieder. Die 13 Songs variieren angenehm abwechslungsreich das Tempo, und bis auf das doch etwas zu anstrengende „El Bimbo ist ein Mann“ gelingt der Spagat zwischen Unangepasstheit und Eingängigkeit durchweg sehr gut. Auch in Hinsicht auf die Texte, die in Hinsicht auf ihre Skurrilität leicht an Adam Green erinnern, war man kreativ. Das Spiel mit der typischen Pornoattitüde, die sich in anzüglicher Gestaltung des Albumartworks und der Lyrics wieder findet, wird zum Glück nicht voll ausgereizt. Tatsächlich mag die Gestaltung, vor allem die hochwertige Aufmachung der CD als schwarzes Vinyl, sehr zu gefallen.

Alles in allem liefern THE SKREPPERS ein erfrischend spleeniges Album ab, das es sicher nicht jedem Recht machen wird. Ich persönlich warte jedoch nur darauf, dass einer der Songs eines Tages in einem Tarantino-Film auftaucht und damit auch „offiziell“ belegt wird, dass die Combo ziemlich cool ist.

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