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THE SLAGS - Run Free

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Artist THE SLAGS
Title Run Free
Label SLAG RECORDS
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THE SLAGS? Schon mal gehört? Aber wo soll man die jetzt unterbringen? Noch mal zum Erinnern: THE SLAGS waren eine der ersten richtigen Schlampenrockbands Anfang der Neunziger in Deutschland, vor rund zehn Jahren trennten sich jedoch die Wege der vier Musikerinnen Anja Kraft (Bass), Conny Maly (Guitars, Space, Dildo, Darabuka), Suse Michel (Drums, Vocals, Percussions) und Bine Morgenstern (Vocals, Guitar, Percussions). Es folgten verschiedene Soloprojekte (NOVA DRIVE, LAVA 303, SCYLLA) und eine Kinder- & Kleinfamilie-Phase, die Silvester 2005 von einer SMS unterbrochen wurden, in der gefragt wurde, ob man nicht mal wieder zusammen ne Session machen wolle. Das Ergebnis umfasst elf Songs, hört auf den Namen „Run Free“ und kommt jetzt zum Plattendealer Eures Vertrauens.

Gleich der Opener „We’ll Make It“ überzeugt mit feinem Gitarrenspiel und ausdrucksstarkem Gesang. Fast automatisch fängt der rechte Fuß an zu wippen und will auch bei „No Rescue“ nicht wieder aufhören. „Over The Borderline“ rockt ordentlich nach vorn, während „Bells“ sich nicht ganz so ruppig gibt. „Moon“ zeigt die melancholischen Seiten des Quartetts, jedoch immer auch mit einer Portion trotzigen Aufbäumens verbunden. „Picture You As A Rock“ wirkt ein bisschen fahrig – gute Ansätze, die aber nicht so recht zueinander finden wollen. Für „Man In The Office“ und „Point of No Return“ wurden Laura Spanner und Julia Weber mit ihren Bratschen mit ins Boot respektive Studio geholt. „Man In The Office“ gehört in die Balladenabteilung, „Point of No Return” setzt mehr auf Tempo. Nicht uninteressant, wie das gleiche klassische Instrument auf unterschiedliche Weise eingebaut wurde. Jaulige Gitarren erwarten uns bei „Need To Be Good“ bevor „What A Waste“ psychedelische Tendenzen zeigt. Den Ausputzer macht „Water“, das den direkten Weg in die Gehörgänge findet.

Der erste Song hat mich auf ein kleines Juwel hoffen lassen, diese Hoffnungen wurden leider nicht ganz erfüllt, hier und da hakt es ein bisschen bei den Mädels; Spaß macht die Scheibe aber allemal und besser, die Damen machen Mucke als dass sie sich in Krabbelgruppen über Pampers und Kinderkrankheiten unterhalten.

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