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THE SORROW - Origin Of The Storm

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Artist THE SORROW
Title Origin Of The Storm
Homepage THE SORROW
Label DRAKKAR
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

„Guter Auftritt einer guten Band, die energievoll zu Werke geht und doch um einiges authentischer herüber kommt als ein Gros der Metal-Core-Epigonen.“ Dieses Fazit zog der Rezensent fast punktgenau vor einem Jahr, als die Österreicher Station in Hamburg machten. Und was sich dort schon abzeichnete (und noch nicht ganz vom Debüt „Blessings From A Blackened Sky“ eingelöst werden konnte), findet ihre Bestätigung im neuesten Streich „Origin Of The Storm“!

Sich größtenteils vom Breakdown-verseuchten generischen Metalcore emanzipierend, wird vermehrt auf old-schoolige Elemente gesetzt und getreu dem Hollywood-Motto: „Bigger, Better, Faster, More!“ werden alle übrig gebliebenen Stilmittel potenziert! Das bedeutet unweigerlich: Die Melodien sind größer, die Riffs präziser und das Songwriting abwechslungsreicher (aber nicht im Sinne von mathematischen Riffspielchen) geworden.

Eröffnet wird der Reigen mit Synth-Klavier-Intro, wie es heutzutage wohl unvermeidlich geworden ist (kein Intro, das wäre mal mutig!), aber dann fragen sich die Jungs: „Where Is The Sun?“ und bolzen wie Schweden im Thrash-Fieber los, um im Refrain doch noch einmal KILLSWITCH ENGAGE zu zitieren. Aber schon jetzt kommt das Gemisch deutlich eigenständiger herüber, als noch beim Erstling der Fall war. „My Immortal Guardian“ knallt mit JUDAS PRIEST/ DEATH Drum-Intro („Painkiller“ anyone?) los, um danach wiederum den TRIVIUMschen modernen Metal-Ansatz zu wählen. Leider wurden die Drums nicht druckvoll genug in Szene gesetzt und klingen zu sehr nach Dampfmaschine (kompetent gespielt allemal!), dafür sägen die Gitarren in einer angenehmen Höhenlage! „Scars“ ist ein fast lupenreiner Thrash-Hammer mit schönen Tempiwechseln und feinen Gitarrenmelodien, während „From This Day On“ fast schon in True-Metal-Bereichen wildert und galanten IRON MAIDEN-Leads genug Raum zum Atmen gibt (trotzdem findet eine Emo-Bridge hier genauso seinen Platz). Der Rest des Albums bewegt sich zwischen diesen Eckpfeilern, schmeißt noch mal eine Prise PANTERA oder AMON AMARTH hinzu und beinhaltet somit alles, was dem Scheuklappenbefreiten Metaller gefallen sollte. Hervorzuheben wäre schließlich noch einmal die internationale Klasse der Band, die von den wirklich gelungenen Vocals von Mathias Schlegel unterstrichen wird. Schickt die Vorarlberger auf eine Bühne mit ALL THAT REMAINS und den bereits erwähnten KILLSWITCH ENGAGE und jeder wird denken: Lupenreines Knaller Ami-Package!

Neu erfunden wird hier nichts (die Old-School-Tendenzen werden auch mittlerweile von vielen Bands aufgegriffen), aber wenn das Ganze derart überzeugend und kraftvoll gespielt wird, so gibt es keinen Grund, die Daumen nicht nach oben zu strecken. Well Done!

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