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THE SWEET SERENADES - Help Me!

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Artist THE SWEET SERENADES
Title Help Me!
Homepage THE SWEET SERENADES
Label POPUP RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.5/10 (2 Bewertungen)

1991 treffen sich in einem Niemandsland-Dorf im Norden Schwedens der kleine, übergewichtige Martin und ein ihm unbekannter verwirrter Junge mit Namen Mathias. Zehn Jahre später gründen die beiden THE SWEET SERENADES und spielen mehr als 100 Shows – allein in schwedischen Gefängnissen.

Ob die Knackis mit den Handclaps, Gitarren und Drums des titelgebenden Openers „Help Me!“ etwas anfangen konnten, ist mir nicht bekannt, auf jeden Fall geht der aufgeräumte Sound der Skandinavier direkt ins Bein und auch das folgende „Moving On“ präsentiert sich mit beschwingtem Chorgesang und viel Rhythmus, den es ebenso beim treibenden „Run (Run Run)“ auf die Ohren gibt. Mit „After All The Violence“ (feat. KAROLINA KOMSTEDT) lassen es die Fast-Brüder ein wenig ruhiger angehen, bevor „Can’t Get Enough“ wieder in männliche Hand zurückfällt. Auch dieser Track bleibt eingängig und drängt auf den Dancefloor, bevor „Terminal 2“ Ohrwurm-Qualitäten beweist und zum Mitsummen einlädt. In diesem Sinne schließt sich das spritzige „Young Love“ an, bei dem hier und da ein melancholischer Unterton zu hören ist. Davon ist jedoch beim knackigen „Bright Light Big City“ nichts mehr zu spüren, ehe „Jennie“ von verspielten Trompeten, einem straighten Bass und prägnanten Percussions eröffnet wird. Hier ist auch noch einmal weiblicher Gastgesang zu hören, um schließlich mit „In Vacuo“ in sphärische Untiefen von betörender Schönheit abzutauchen.

Mit „Die Young“, dem Hit des 2009er Debüts „Balcony Cigarettes“, gab’s nicht nur eine Platzierung in der Serie „Grey’s Anatomy“, sondern auch genug Kohle für den Kauf eines Band-Wohnwagens. Ob es sich dabei um das Modell vom Cover des zweiten Longplayers handelt, bleibt ungewiss, zweifellos liefern die beiden Nordlichter jedoch mit „Help Me!“ einen Silberling ab, der das Zeug hat, den Sommer zumindest musikalisch noch ein bisschen zu verlängern und die Tatsache, dass es die beiden immer wieder in den Knast gezogen hat, lässt vermuten, dass auch den Insassen gefallen hat, was das Duo mit energetischen Gitarren und nach vorn drängenden Beats abgeliefert hat.

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